18.01.2019 
Billigflieger leidet unter Preiskampf

Neue Gewinnwarnung schickt Ryanair-Aktie auf Vierjahrestief

Läuft nicht mehr so: Ryanair Chef Michael O'Leary
AFP
Läuft nicht mehr so: Ryanair Chef Michael O'Leary

Der Billigflieger Ryanair hat wegen des harten Preiswettkampfs in der Branche erneut seine Prognose gesenkt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2018/19 werde jetzt zwischen 1 und 1,1 Milliarden Euro erwartet, teilte der Lufthansa-Konkurrent am Freitag in Dublin mit. Damit fällt der Gewinnrückgang im laufenden Jahr noch höher aus als zuletzt befürchtet. Die Aktie von Ryanair fiel am Freitag um rund 5 Prozent und notierte zeitweise auf dem tiefsten Niveau seit vier Jahren.

Der Konzern hatte die Gewinnprognose erst im Oktober wegen der Streiks und des teuren Kerosins auf 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro gesenkt. Die aktuelle Kürzung begründete der Billigflieger mit einem stärker als erwartet ausgefallenen Rückgang der Ticketpreise im Winter.

Ryanair-Chef O'Leary: Das Ende des Clowns

Nach der neuerlichen Gewinnwarnung von Ryanair haben die Aktien der Lufthansa am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben. Mit einem Minus von 0,6 Prozent hielt sich der Abschlag bislang jedoch in Grenzen. Der Kurs hatte sich jüngst an der Marke von 20 Euro stabilisiert nach vorangegangenen Kursverlusten bis Ende Oktober.

Im Video: Warum Michael O'Leary vor seiner schwierigsten Aufgabe steht

Ein Händler wertete die erneut gesenkte Gewinnprognose von Ryanair in einer ersten Reaktion als leicht negativ für die Airline-Branche. Analysten hatten zuletzt bereits sinkende Gewinne der Iren nicht ausgeschlossen angesichts hoher Kapazitäten am Markt. So rechnete Damian Brewer von RBC erst am Mittwoch mit niedrigeren Ticketpreisen und kürzte daher die Schätzung für den Gewinn je Ryanair-Aktie 2020 um 13 Prozent.

la/dpa

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