26.05.2014  WM-Teamsponsoren

Nike läuft Adidas den Rang ab

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Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien bringt einen Zeitenwechsel: Erstmals rüstet Nike die meisten Nationalteams aus. Doch je nach Turnierverlauf können auch Adidas oder Puma punkten - und erstaunlich viele Außenseiter.

Im WM-Modus: Nationaltrikots und Turnierball Brazuca, ausgestellt zur Adidas-Hauptversammlung
DPA
Im WM-Modus: Nationaltrikots und Turnierball Brazuca, ausgestellt zur Adidas-Hauptversammlung
Hamburg - Für Adidas hängt viel von dieser Weltmeisterschaft ab. "Wir werden ganz klar zeigen, dass wir im Fußball die Nummer eins sind", gibt Chef Herbert Hainer als Ziel für die teuerste Werbekampagne in der Konzerngeschichte vor. Zwei Milliarden Euro Umsatz mit Fußballprodukten peilt er für 2014 an. Ein starker Verkauf des WM-Balls Brazuca und der Nationaltrikots von Deutschland, Spanien oder Argentinien soll den schwachen Jahresauftakt des Dax-Konzerns, der zuletzt eher Cash verbrannte, vergessen machen.

Doch zur Nummer eins erklärt sich auch Nike - nicht mehr nur im Sportartikelmarkt insgesamt, wo die Amerikaner seit Jahren viel stärker wachsen als der einstige Verfolger aus Deutschland, sondern auch in der Adidas-Domäne Fußball.

Erstmals rüstet Nike die meisten zur WM reisenden Nationalmannschaften mit Trikots aus. Je nach Turnierverlauf könnte sich das auszahlen.

"In der Summe tritt Nike dieses Mal dominanter auf", konstatiert Repucom. Die Sportmarktanalysten sehen die Amerikaner vor allem mit ihrer Social-Media-Kampagne als doppelt so stark an wie Adidas . "Auch Adidas ist aktiv", sagt Repucoms Fußballexperte Philipp Kupfer, "allerdings konzentriert sich die Marke auf ihren Status als offizieller Fifa-Partner".

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