13.06.2018  Ausrüster der WM-Teams von Uhlsport bis Hummel

Diese Underdogs fordern Adidas und Nike heraus

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7. Teil: Nike: Die Schuhe als Geheimwaffe

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron posiert mit dem teuersten Nike-Team
AFP
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron posiert mit dem teuersten Nike-Team

Nike ist zwar Weltmarktführer im Sportgeschäft insgesamt, im Fußball aber immer noch der aggressive Angreifer gegen Adidas' Dominanz. Bei der vorigen WM in Brasilien rüsteten die Amerikaner erstmals mehr Teams aus als die Deutschen, doch die flogen allesamt vor dem Finale raus - ein Faktor, der auch den Trikotabsatz beeinflusst. Dafür konnte Nike mit dem amtierenden Europameister Portugal (Endspiel gegen die ebenfalls von Nike ausgerüsteten Franzosen) in Adidas' Domäne einbrechen.

Solche Prestigeerfolge sind bei knapp 6 Prozent Anteil des Fußballgeschäfts am Konzernumsatz nicht allzu wichtig - aber doch wichtig genug, dass Nike immer noch mit hohem Einsatz gegen Adidas kämpft. Nachdem Adidas mit dem DFB einen Sponsoring-Rekord mit 50 Millionen Euro pro Jahr aufstellte, zog Nike mit dem französischen Verband FFF gleich. Nicht viel weniger kosten die Engländer, was sich angesichts der besonders kaufbereiten Fans auszahlen könnte, falls ausnahmsweise mal ein Turniererfolg gelingt.

Schwieriger ist die Lage im Krisenland Brasilien, wo der Nike-Vertrag ausläuft und angesichts eines Korruptionsskandals heiß umstritten ist. Mit China, den USA und den Niederlanden stehen große Märkte im Nike-Portfolio, die im WM-Jahr 2018 als Fehlinvestments gelten müssen.

Außer den vier Mitfavoriten Frankreich, Brasilien, Portugal und England laufen auch noch Polen, Kroatien, Nigeria, Südkorea, Australien und Saudi-Arabien mit dem "Swoosh" auf - und natürlich allerhand Stars, mit denen Nike individuelle Verträge hat. Vor allem die Schuhe, die kein Gegenstand der Trikotausrüster-Deals sind, setzt Nike ein. 60 Prozent der WM-Spieler sollen nach Konzernschätzung Nike-Schuhe tragen.

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