13.06.2018 
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2. Teil: Erreà: Die Island-Saga geht weiter

Isländische Heldensaga als Wandgemälde in Reykjavik
REUTERS
Isländische Heldensaga als Wandgemälde in Reykjavik

Wie sich ein solcher Deal auszahlen kann, hat die italienische Familienfirma Erreà bereits bei der Europameisterschaft 2016 bewiesen. Das Unternehmen war bereits seit 2002 mit dem isländischen Fußballverband verbunden, "als niemand das Geringste auf Island gab und die Ergebnisse auf dem Platz nicht so aufregend waren", wie Exportmanager Fabrizio Taddei erklärt.

Und dann der Überraschungsauftritt, der bis ins Viertelfinale führte. Erreà - ansonsten auf Amateurmannschaften spezialisiert - musste Zehntausende Trikots nachproduzieren, was kurzfristig möglich war, weil die Firma komplett auf eigene Produktion setzt, ganz ohne Outsourcing nach Asien. Der kleinste WM-Teilnehmer der Geschichte hat plötzlich einen hohen Markenwert.

"Die Isländer wurden von sogenannten Sportgiganten angesprochen, blieben aber glücklicherweise bei uns", sagt Taddei. Mit ihrem Image als sympathische Außenseiter harmonieren die Fußball-Wikinger und die Textilenthusiasten aus Modena. "Legenden werden ohne Vorwarnung geboren", spielt die aktuelle Marketingkampagne von Erreà für Island auf die Saga an ("Inner Viking"). Nur eines fehlt der Fortsetzung des Fußballmärchens diesmal: der Überraschungsfaktor.

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