09.06.2016 
Diese Sponsoren statten die EM-Teams aus

Adidas gegen Nike - wer den Ausrüster-Kampf gewinnt

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DFB-Spieler im Adidas-Trikot: Für Konzernchef Herbert Hainer "muss die Sache wirtschaftlich sinnvoll sein" - es geht aber auch um Titel und Stolz
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DFB-Spieler im Adidas-Trikot: Für Konzernchef Herbert Hainer "muss die Sache wirtschaftlich sinnvoll sein" - es geht aber auch um Titel und Stolz

"Natürlich muss die Sache wirtschaftlich sinnvoll sein", so hat sich Adidas-Chef Herbert Hainer jüngst im Interview mit dem "Kicker" geäußert. Ganz so natürlich ist das allerdings nicht. Die Sache, um die es geht, ist immerhin Fußball, und der folgt nicht immer wirtschaftlichen Maßstäben.

Konkret äußerte sich Hainer zu den laufenden Verhandlungen um die Verlängerung des Ausrüstervertrags für die deutsche Nationalmannschaft. Alles deutet darauf hin, dass der DFB mit Weltmeistertitel und Nike als Wettbieter im Rücken den Preis auf den teuersten derartigen Deal hochtreiben könnte, laut manchen Presseberichten sogar auf bis zu 100 Millionen Euro im Jahr vervierfachen könnte.

Und das, während Adidas Investoren mehr Mitsprache zusagt, die in der Vergangenheit bereits mehr Disziplin im unverhältnismäßig teuren Sponsoring verlangten. Laut einer Erhebung der Marktforscher von Repucom für die Zeitschrift "Horizont" sind die EM-Sponsoren in der Bevölkerung kaum bekannt - und Nike folgt in den Nennungen nicht weit hinter Adidas, obwohl die Amerikaner gar keinen Vertrag mit der Uefa haben.

Vorerst stehen solche Bedenken aber zurück. Die EM ist ein Kampf um den Titel, und Adidas verteidigt wie schon bei vorigen großen Turnieren verbissen seine Vorherrschaft im Fußballgeschäft gegen die Sportartikel-Übermacht von Nike.

"Bei der EM sind wir Partner von neun Teams - kein anderes Sportartikelunternehmen rüstet annähernd so viele Mannschaften aus" - auch solche Argumente zählen für Hainer. Und wenn die Deutschen gewinnen, "dann würde es auch Sekt geben".

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