13.09.2017  Ein streitbarer Investor und 22.000 Stahlarbeiter

Der Fünfer-Kampf um die Zukunft von ThyssenKrupp

Von
An diesen fünf hängt die Zukunft von ThyssenKrupp.
Fotos: DPA
An diesen fünf hängt die Zukunft von ThyssenKrupp.

2. Teil: CEO Heinrich Hiesinger - der Konzernchef kämpft um den Deal - und womöglich um seinen Job

ThyssenKrupp-Chef Hiesinger: Will den Tata-Deal nach zwei Jahren Verhandlungen.
picture alliance / dpa
ThyssenKrupp-Chef Hiesinger: Will den Tata-Deal nach zwei Jahren Verhandlungen.

Konzernchef Hiesinger will den ThyssenKrupp-Konzern eigentlich als Ganzes erhalten, versucht aber dennoch seit zwei Jahren, das Stahlgeschäft herauszulösen. Der Grund: Die Stahlbranche durchlief in den vergangenen Jahren eine Krise, in der ein weltweites Überangebot die Preise in den Keller rutschen ließ. Zuletzt gab es zwar Zeichen der Besserung, das Geschäft gilt jedoch weiterhin als hochvolatil.

Hiesinger hält daher offenbar die Konsolidierung der Branche für den richtigen Weg - und mit einem Zusammenschluss der ThyssenKrupp-Stahlsparte mit Tata Steel könnte er aktiv daran teilnehmen. Ohnehin trägt das Stahlgeschäft nur noch etwa ein Fünftel zum Umsatz des Essener Traditionskonzerns bei. Das Joint Venture mit Tata könnte Synergien und Kosteneinsparungen bringen, und Hiesinger könnte sich danach stärker auf das Geschäft mit Anlagen, Autoteilen und Aufzügen konzentrieren.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Hinzu kommt: Womöglich hängt auch Hiesingers persönliches Schicksal vom Entscheid über die Fusion mit Tata ab. Sollte der wichtige Deal nach zwei Jahren Kampf und Verhandlungen nicht wie vom Konzernchef gewünscht über die Bühne gehen, so wäre dies ein erheblicher Gesichtsverlust - und vielleicht sogar ein Grund, die Amtszeit an der ThyssenKrupp-Spitze zu beenden.

2 / 6

Mehr zum Thema