11.09.2017  Fusion der Stahlsparten rückt näher

ThyssenKrupp erzielt Durchbruch in Verhandlungen mit Tata

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Stahlanstich bei ThyssenKrupp: Deal mit Tata rückt näher
DPA
Stahlanstich bei ThyssenKrupp: Deal mit Tata rückt näher

ThyssenKrupp und der indische Konzern Tata stehen offenbar unmittelbar vor dem Zusammenschluss ihrer beiden Stahlsparten. In den zuletzt intensiv geführten Verhandlungen sei ein Durchbruch erzielt worden, berichten Beteiligte. Ein ursprünglich schon für diese Woche vorgesehener Beschluss im Aufsichtsrat von könnte nun voraussichtlich am 23. oder 24. September erfolgen. Es seien noch kleinere Details zu klären, heißt in Verhandlungskreisen.

Die Anteilseigner des Essener Industriekonzerns unterstützen das Vorhaben offenbar geschlossen. Beim letzten Aufsichtsratstreffen im Mai votierten sie einstimmig für den Vorschlag, die Stahlsparte in einen Gemeinschaftsunternehmen mit dem europäischen Stahlableger der indischen Tata-Gruppe einzubringen. Das Joint Venture sei die einzige Option, die Synergien ermögliche und Wert schaffe hieß es damals. Die Arbeitnehmervertreter sperren sich allerdings gegen das Vorhaben. Sie präferieren bisher eine deutsche Lösung.

Den entscheidenden Fortschritt bei den seit 2016 laufenden Verhandlungen hat nach Informationen von manager magazin.de ein Treffen von ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger mit Tata-Eigner Ratan Tata vor zwei Wochen in Essen gebracht. Ein ThyssenKrupp-Sprecher bestätigte, dass die Gespräche konstruktiv liefen und die Verhandlungen auf der Zielgeraden seien. Man erwarte, die Zustimmung der Gremien. Eine Einigung sei noch diesen Monat möglich.

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