11.08.2017  Fahrdienstvermittler Uber

Großinvestor verklagt Ex-Chef Kalanick

Ex-Uber-Chef Travis Kalanick
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Ex-Uber-Chef Travis Kalanick

Diskriminierung, Rechtsstreitigkeiten, unbeherrschte Wortwahl - die harte Kritik an seinem Führungsstil zwang Uber-Chef Kalanick zum Rücktritt. Nun setzt ein Großaktionär nach und verklagt den Ex-Firmenmanager.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber kommt nicht aus dem Krisenmodus: Nun hat Großinvestor Benchmark Capital den aus dem Unternehmen gedrängten, ehemaligen Firmenchef Travis Kalanick verklagt. Der Finanzinvestor beschuldigt den Manager, Investoren getäuscht zu haben, um mehr Macht im Führungszirkel erlangen zu können - und will Kalanick aus dem Aufsichtsgremium der Firma haben.

Die Kläger behaupten, Kalanick habe Misswirtschaft verschwiegen, um grünes Licht für eine Aufstockung des Vorstands von acht auf elf Sitze zu erhalten. In der Klage prangerte Benchmark Capital zudem unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und einen Rechtsstreit mit der Google-Mutter Alphabet an.

Wegen dieser Probleme war Uber später stark in die Kritik geraten. Hätten die Aktionäre davon gewusst, wäre einer Erweiterung des Managements angeblich nicht zugestimmt worden.

Ein Sprecher Kalanicks wies die Klage als haltlos zurück und sprach von Lügen und falschen Anschuldigungen. Uber wollte sich nicht äußern. Kalanick war im Juni auf Druck von Investoren abgetreten, die sich verärgert über mehrere Skandale gezeigt hatten.

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