13.07.2017  Dynastien jubeln über Wachstumsschub

Familienfirmen hängen normale Dax-Konzerne ab

Von
Mann + Hummel

Bei Deutschlands Familienunternehmen ist die Stimmung weiter prächtig. Satte 1,14 Billionen Euro Umsatz haben die 100 größten Firmen, die zum Großteil in der Hand einer Dynastie sind im Jahr 2016 erwirtschaftet - 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das hat eine Untersuchung des Stuttgarter Instituts für Familienunternehmen (IFF) ergeben. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Dax-Konzern kam gerade auf eine Wachstumsrate von 0,2 Prozent.

Eine deutliche Mehrheit der untersuchten Firmen, in denen eine Familie mindestens eine Sperrminorität von 25 Prozent hält, weise ein Wachstum von einem oder mehr Prozent auf, sagte IFF-Vorstand Mark K. Binz. "Es kam im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinen existenziellen Krisen im Kreis der großen Familienunter-nehmen und die Eigenkapitalquoten als Ausdruck der Finanzkraft legten bei vielen Firmen weiter zu."

Dass Familienunternehmen bei weitem nicht nur mittelgroße Maschinenbauer aus Baden-Württemberg sind, zeigt ein Blick auf das aktuelle Ranking. Vorn liegt der Volkswagen-Konzern (in den Händen der Familien Porsche und Piech) mit 217 Milliarden Euro Umsatz. Dahinter folgen BMW (Quandt/Klatten), die Schwarz-Gruppe (Lidl), Aldi (Albrecht) und Metro (Haniel).

Von diesen Familienkonzernen erzielte lediglich die Schwarz-Gruppe ein deutliches Wachstum, mit 8 Prozent. Weit dynamischer entwickelten sich etwas kleinere Firmen, wie unser Ranking der wachstumsstärksten Familienunternehmen zeigt.

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