20.04.2017  Studie zu gesundem Pendeln

Wer zur Arbeit radelt, senkt das Krebsrisiko um 45 Prozent

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Fahrradfahrer an der Elbe
DPA
Fahrradfahrer an der Elbe

Pendeln verursacht Stress, Pendeln ist ungesund - das bestätigen Umfragen und Studien immer wieder. Nun haben Wissenschaftler aber ziemlich genau beziffert, wie viel besser es für den Körper ist, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren statt mit dem Auto oder Bus und Bahn. Und die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig.

Wer mit dem Fahrrad pendelt, senkt demnach das Krebsrisiko um 45 Prozent, wie aus einer im British Medical Journal veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Noch etwas größer ist der Effekt offenbar bei Herzkrankheiten. An einer solchen zu leiden ist demnach 46 Prozent unwahrscheinlicher für Menschen, die täglich mit dem Rad fahren.

Zur Arbeit zu laufen, mindert der Untersuchung zufolge ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Herzerkrankungen, und zwar um 27 Prozent. Beim Krebs verringert sich das Risiko von Zu-Fuß-Pendlern dagegen kaum.

Untersucht wurden Daten von 264.377 Menschen, die zu dem Zeitpunkt der Erhebung im Schnitt 53 Jahre alt waren. Die Wissenschaftler betonen, dass keine festen Schlussfolgerungen über Ursache und Wirkung aufgrund der Beobachtungen gezogen werden können. Diese seien gleichwohl eindeutig.

Die Wissenschaftler verbanden ihre Studie mit einer direkten Aufforderung an Politiker. Diese sollten mehr Fahrradwege bauen lassen und die Verkehrspolitik insgesamt stärker an den Bedürfnissen von Radlern orientieren, weil dies die Gesundheit der Bürger stärke.

mit rtr

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