08.03.2018  Warum über Stahl und Erdnussbutter gestritten wird

Hier hat der Handel zwischen EU und USA Schieflage

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Containerschiff vor der Skyline von San Francisco
Hapag-Lloyd
Containerschiff vor der Skyline von San Francisco

"Handelskrieg" wird wohl das Wort der Woche, mindestens. US-Präsident Donald Trump scheint mit Zöllen gegen ausländische Waren sein persönliches Markenzeichen in der Wirtschaftspolitik gefunden zu haben. "Handelskriege sind gut und leicht zu gewinnen", behauptet Trump. Sein bisheriger Wirtschaftsberater Gary Cohn geht deswegen und macht Platz für den Ökonom Peter Navarro, einen ausgewiesenen Globalisierungskritiker.

Die aktuelle Handelsstatistik zeigt, wie groß die Herausforderung ist. Die USA haben 2017 im Warenhandel (ohne Dienstleistungen) ein Defizit von 566 Milliarden Dollar eingefahren - 2,9 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung. Der Großteil davon ging mit 375 Milliarden Dollar auf Chinas Konto. Von der Großmacht, gegen die Trump im Wahlkampf aggressive Reden schwang, hat er nun Vorschläge eingefordert, wie das Defizit um eine Milliarde Dollar zu reduzieren sei; das Ergebnis eines einzigen Tages.

Die Europäische Union, mit 151 Milliarden Dollar Überschuss gegenüber den USA die Nummer zwei und ihrerseits angetrieben von der deutschen Exportmacht, scheint ein leichteres Ziel. Die ersten Gefechte mit der EU laufen schon. Wir zeigen, wie es um den transatlantischen Handel in den wichtigsten Warengruppen steht:

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