10.02.2019 
Studie

Harter Brexit gefährdet tausende Jobs bei BMW und VW

BMW-Werk in Dingolfing: Das Werk würde ebenso wie Volkswagen in Wolfsburg einen Harten Brexit besonders zu spüren bekommen, heißt es in einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle
DPA
BMW-Werk in Dingolfing: Das Werk würde ebenso wie Volkswagen in Wolfsburg einen Harten Brexit besonders zu spüren bekommen, heißt es in einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle

Ökonomen sehen für den Fall eines harten Brexits mehr als 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), berichtet die"Welt am Sonntag".

Demnach wird in der Studie der Effekt eines EU-Austritts Großbritanniens ohne Kompromiss- und Auffanglösung bis auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland heruntergebrochen.

"Die Beschäftigungseffekte eines harten Brexits würden vor allem an den Automobilstandorten spürbar werden", zitierte das Blatt Studienautor Oliver Holtemöller. Besonders harte Einschnitte brächte ein unkontrollierter Austritt der Briten für Beschäftigte in Wolfsburg und im niederbayerischen Dingolfing-Landau, wie die Analyse ergab. Denn hier stellten Volkswagen beziehungsweise BMW zusammen mit Kfz-Zulieferern die größten Arbeitgeber.

Ferner genannt wurden die Landkreise Böblingen, wo unter anderem Technologiekonzerne wie IBM und Siemens sowie Betriebe der Autoindustrie angesiedelt seien, und der Märkische Kreis im südlichen Westfalen, wo sich zahlreiche exportstarke Mittelständler befänden.

rei/Reuters

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