08.02.2018  Weiß, westlich, alt

Das neue Kabinett im Diversity-Check

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5. Teil: Die Hälfte kennt die Arbeitswelt außerhalb der Politik

Mit Blick auf die Spaltung zwischen Arm und Reich ist von Kabinettsmitgliedern schon qua Ministergehalt nicht zu erwarten, dass sie die Perspektive von Hartz-IV-Empfängern oder auch von Durchschnittsverdienern aus eigener Anschauung begreifen. Akademische Bildung kann auch mit Blick auf die Kompetenz nicht schaden.

Repräsentativ für das Land mit seiner Akademikerquote mit noch immer kaum 18 Prozent ist das Kabinett aber bei weitem nicht. Hier ist es umgekehrt: Nur die Politveteranen Horst Seehofer und Martin Schulz bringen die Erfahrung eines Lebenslaufs ohne Abitur mit, die designierte Gesundheitsministerin Annette Widmann-Mauz beendete ihr Politikstudium ohne Abschluss - macht eine Nicht-Akademikerquote von 18,75 Prozent.

Heiko Maas arbeitete immerhin einmal ein Jahr im Ford-Werk, verstärkt ansonsten die sechsköpfige Bank der Volljuristen (Ökonomen gibt es keine). Rund die Hälfte des Kabinetts kennt die Arbeitswelt nur in Form von Parteien, Ministerien oder Behörden.

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