29.06.2018  2,2 Millionen Arbeitslose im Juni

Arbeitslosigkeit auf tiefstem Niveau seit Wiedervereinigung

Arbeitsmarkt in Deutschland: Es brummt
DPA
Arbeitsmarkt in Deutschland: Es brummt

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juni auf 2,276 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vormonat waren 40 000 Männer und Frauen weniger ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher um 197 000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,0 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig", sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Die Arbeitslosigkeit habe erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachse und die Nachfrage nach Arbeitskräften sei weiter lebhaft. Allerdings habe sich die Dynamik am Arbeitsmarkt zuletzt leicht abgeschwächt.

Auch saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Juni bei 2,342 Millionen. Damit waren 15 000 Menschen weniger ohne Arbeit als im Mai. Im Westen ging die Zahl um rund 11 000 zurück, im Osten um etwa 4000.

Auch die Unterbeschäftigung geht zurück

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen umfasst, die etwa gerade an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,24 Millionen. Sie sank damit saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 16 000. Bei der Bundesagentur waren im Juni zugleich rund 805 000 offene Stellen gemeldet - 74 000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai bei 44,8 Millionen - das ist ein Plus von 37 000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 593 000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es. Diese hat nach Berechnungen der Bundesagentur von März auf April saisonbereinigt um 60 000 zugenommen. Damit hatten hochgerechnet 32,78 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 770 000 mehr als ein Jahr zuvor.

la/dpa/reuters

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