09.11.2016  Twitter-Reaktionen zum US-Wahlergebnis

Ex-Ku-Klux-Klan-Sprecher freut sich, Cher ist fassungslos

Von und

Amerika hat den Atem angehalten - auch bei Twitter. In der dramatischen Wahlnacht ist es in dem sozialen Netzwerk ungewöhnlich ruhig geblieben. Neue Hashtags mit großer Reichweite waren selten, dafür wurden alte Trump-Slogans wie #MakeAmericaGreatAgain immer wieder gepostet.

Solche Posen kennt man sonst eher von nicht demokratisch gewählten Machthabern - Screenshot eines Tweets des Ex-Ku-Klux-Klan-Sprechers David Duke
Twitter / David Duke
Solche Posen kennt man sonst eher von nicht demokratisch gewählten Machthabern - Screenshot eines Tweets des Ex-Ku-Klux-Klan-Sprechers David Duke

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Erst spät, als der Sieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten immer wahrscheinlicher wurde, nutzten immer mehr User den Hashtag #PresidentTrump.

David Duke, ehemals Sprecher der rassistischen Organisation Ku Klux Klan, postete ein militärisch heroisierendes Trump-Bild:

Schauspielerin Cher war da schon längst dazu übergegangenen, den Namen des neuen Präsidenten konsequent durch eine Kloschüssel zu ersetzen:

Tröstlich da die Botschaft des Noch-Präsidenten Barack Obama - egal, was passiere, die Sonne werde wieder aufgehen:

Besonders ruhig blieb es bei den Anhängern der Demokraten. Viel Spott im Internet ernteten sie für das Lied "Don't stop believing", das beim Auftritt von Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta ertönte. Trotzig machten daraufhin tausende Posts mit dem Hashtag #ImStillWithHer die Runde. Unter dem Hashtag #HesNotMyPresident wurden im Anschluss ebenfalls tausende Tweets abgesetzt. Viele können einfach nicht glauben, dass die USA nun einen Präsidenten haben, der sich öffentlich über Behinderte lustig macht.

Während Rapper Snoop Dog sich zunächst auf die für ihn offenbar wichtigere Nachricht der Legalisierung von Cannabis in Kalifornien freute... #

... holte ihn dann doch bald der Katzenjammer ein:

Im Fokus tausender Twitter-Nutzer stand auch Donald Trumps zehnjähriger Sohn Barron Trump, der bei der Siegesrede neben seinem Vater stand und dabei einen völlig übermüdeten und verwirrten Eindruck machte. "Meine Stimmung: #BarronTrump" posteten zahlreiche Twitter-Nutzer mit Nahaufnahmen des blassen Kindes:

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Das Magazin "The New Yorker" punktete bei vielen Nutzern mit einer feinsinnigen Karikatur:

Und selbst das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bezog klar Position - mit Galgenhumor:

Mit Material von dpa

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