18.05.2018 
Spitzensommelier empfiehlt drei Weine

3360 Euro für einen Schluck Geschichte

Von Jan Konetzki, Director of Wine im Londoner "Four Seasons"

3. Teil: Zum Versacken: Arbeiterwein des Piemont

Gianluca Cane

ROAGNA, 2011: Barbera d'Alba, Piemont, Italien, 31 Euro

Castiglione Falletto ist eines der drei Topdörfer für Barbaresco, im Norden Italiens. Dort wird Nebbiolo angebaut, die feine Traube, die man für die berühmten Rotweine Barolo und Barbaresco braucht. Der Barbera ist der Arbeiter- und Trinkwein.

Luca Roagna (37) produziert mit Vater und Großvater sehr gute Barolos und Barbarescos. Ihr Motto: "Pur vom Terroir ohne Einfluss von Eichenaromen." Sie düngen nicht, benutzen keine Pestizide, kaum neues Holz. Viel mehr Weinromantik geht kaum.

Ihren Barbera machen die Roagnas nebenbei. Der 2011er trinkt sich jetzt besonders gut, weil er vier Jahre in der Flasche und zwei im Holz war. Er ist angenehm herb, nicht zu kräftig, schmeckt nach Kirsche, Brombeere, Veilchen, Zedernholz, ein präziser Naturwein. Er passt gut zu handgemachter Pasta mit Tomatensugo und Parmesan, aber auch zu Entrecote.

Bezugsquelle: cultivino.ch

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