05.09.2017  Start der vierten Staffel

Wer sich dieses Mal in "Die Höhle der Löwen" traut

Von

Die Start-up-Szene in Deutschland läuft auf Hochtouren und die passende Sendung dazu zieht mit: Am 5. September geht die vierte Staffel von "Die Höhle der Löwen" auf Sendung. Die Zuschauer erwartet ein neuer Löwe, mehr Folgen und noch spannendere Deals. Das Wichtigste zum Start hier im Überblick.

Die Löwen: V.l.: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel.
MG RTL D / Robert Grischek
Die Löwen: V.l.: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel.

Viele haben von einem Start-up folgendes Klischee im Kopf: Junge, potenzielle Unternehmer entwickeln ihre innovativen Ideen in unzähligen Nachtschichten in unauffälligen Garagen, um sie anschließend schleunigst auf den Markt zu bringen.

Doch von wegen Klischee - da ist relativ viel dran. Die allermeisten Unternehmer fangen klein an, kämpfen mit Rückschlägen und gegen das Misstrauen aus dem engen Umfeld. Sie entwickeln ein marktreifes Produkt und versuchen im Laufe des Prozesses Investoren zu begeistern. Nur so hat ein Nischenkonzept die Chance, vollkommenes Marktpotenzial auszuschöpfen. Marketingkosten, Logistikausbau und Expansion sind meist nicht aus eigener Tasche zu finanzieren. Deshalb gelten finanzielle Unterstützung, verbunden mit Erfahrung und strategischem Unternehmergeist von außerhalb als das A und O in der Start-up-Szene. Bei der "Höhle der Löwen" haben die fünf Jury-Mitglieder genau diese Verantwortung. Und wollen in der vierten Staffel vor allem eines: die besten Deals.

Seit 2014 gibt es die Show auf dem Sender Vox, die eigentlich aus England übernommen wurde: Dort heißt die Serie "Dragons' Den", oder im deutschen "Die Höhle der Drachen", und verfolgt das gleiche Konzept: Erfinder und Unternehmensgründer werben um Risikokapital, um ihrem Unternehmen zum Wachstum zu verhelfen. Ihre innovativen Geschäftskonzepte stellen sie den "Löwen" in ausgeklügelten Präsentationen vor und bieten ihnen Geschäftsanteile in Relation zum ermittelten Unternehmenswert an. Dabei sind die "Löwen" prominente Investoren mit langjähriger Erfahrung. Je nach Überzeugung von Produkt und Gründer investieren sie ihr eigenes Geld und begleiten das Unternehmen mit ihrem individuellen Wissen.

Die Löwen richten ihre Einschätzung insbesondere nach den sogenannten "fünf G's" aus: Geschmack, Gründer, Glaubhaftigkeit, Gesundheitstrend und große Zielgruppe. Das seien die idealen Voraussetzungen, um einer Marke zum Durchbruch zu verhelfen.

In den letzten drei Staffeln hat das schon mehrfach geklappt - auch wenn die letztliche Erfolgsquote ernüchternd scheint. Insgesamt 193 Unternehmen sind seit 2014 angetreten, die Löwen sagten 71 Investments zu und letztendlich waren es 36 erfolgreiche Deals, die in Folge von Besprechungen nach der Sendung zustande kamen. Viele Zuschauer machte das im Nachhinein stutzig. Denn immerhin sind das nur 25 Prozent Deals, die - postremo - zustande gekommen sind. Woran liegt das? Grund dafür ist den Löwen zufolge die "Due-Diligence-Prüfung", die immer erst hinter der Kamera und im Nachhinein stattfindet. Mit gebotener Sorgfalt wird das Risiko des Investments geprüft und oftmals kommen Unstimmigkeiten zwischen Gründer und Investoren erst dann zu Tage.

Trotzdem kann man sagen, dass die Sendung einigen Unternehmen zum Durchbruch verholfen hat. Die einen steigerten ihren Bekanntheitsgrad allein durch die Ausstrahlung der einzelnen Folge. Die hatte in der letzten Staffel im Durchschnitt immerhin knapp 2,7 Millionen Zuschauer - also fast 8,4 Prozent der Leute, die sich an einem Dienstagabend vor ihren Fernseher setzen. So bekamen die Unternehmen am Folgetag oftmals mehr Bestellungen als sie bedienen konnten. Die anderen expandierten ins Ausland, sind dort in jedem Supermarktregal vertreten und knackten die Millionenmarke (Lesen Sie hier: Das sind die erfolgreichsten Deals der vergangenen Jahre).

Viele der Fans in Deutschland warten nun gespannt, welche innovativen Ideen sie in der neuen Staffel erwarten werden. Über 60 Start-ups stellen sich in den nächsten Wochen vor. In der ersten Folge wollen die Gründer von "ProtectPax" mit einem unzerstörbaren Displayschutz überzeugen. Und Anna und Dindia Gutmann wollen heute Abend mit "ReMoD" ein Gerät vorstellen, das als künstliches Gleichgewichtsorgan für Schlaganfall-Patienten eingesetzt werden soll. Sehen Sie hier, mit welcher Strategie diese und andere Gründer in den nächsten Wochen bei den Investoren punkten wollen:

1 / 8

Nachrichtenticker

Leser-Empfehlungen