30.08.2017  Top-Analyst zweifelt am Erfolg

Sind selbst Apple-Fans zu geizig für das neue iPhone 8?

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Am 12. September wird Tim Cook das neue iPhone 8 vorstellen
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Am 12. September wird Tim Cook das neue iPhone 8 vorstellen

Das iPhone 8 soll in seiner günstigsten Variante mehr als 1000 Dollar kosten. Doch nur jeder fünfte Apple-Kunde ist bereit, diesen Preis zu zahlen, prophezeit eine Studie. Womöglich überschätzt Konzern-Chef Tim Cook die Nibelungentreue seiner Fans.

In diesem Herbst läuten wieder die Glocken: Die neueste Generation des iPhones steht vor der Tür und Apple-Chef Tim Cook wird das neue Modell wie gewöhnlich mit viel Tamtam vorstellen. Bevor aber am 12. September die Einzelheiten des iPhone 8 offiziell sind, kursieren vor allem Teil-Informationen.

Mehr als 1000 Dollar soll danach das neue iPhone kosten. Je nach Ausstattung könnten es sogar zwischen 1200 und 1400 Dollar werden - das macht Kunden möglicherweise stutzig. Vor wenigen Tagen prophezeite Barclays-Analyst Mark Moswitz in einer Studie: Nicht mal jeder fünfte Kunde sei bereit, diese Summe auf den Tisch zu legen.

Zum Vergleich: Der Verkaufspreis beim iPhone 7 lag am Starttermin bei 649 Dollar. Und Samsung zieht mit einem Preis von 999 Dollar für das vergangene Woche erschienene Galaxy Note 8 zwar im Premiumsegment mit, liegt damit aber immer noch unter dem voraussichtlichen Preisniveau des iPhone 8.

Revolution oder Evolution? Kleiner oder größer? Wie viele neue Modelle?

Moswitz beruft sich dabei auf eine Umfrage von Wireless Subscriber Survey in diesem August, berichtet "9to5Mac". Seit vielen Jahren analysiert der Experte das Kaufverhalten von Apple-Kunden. Demnach waren sie im Juni 2017 weniger an Apple-Produkten interessiert als noch Ende 2015. Moswitz unterlegt diese Behauptung allerdings nicht mit konkreten Zahlen.

Das neue iPhone hält er nach den bislang durchgesicherten Informationen für "mehr evolutionär als revolutionär" - das ist kein großes Kompliment für einen Konzern, der über viele Jahre als höchst innovativ galt. Zugleich sieht er Apple unter starkem Druck, weil das Unternehmen nach der Präsentation am 12. September die hohen Investorenerwartungen erfüllen muss.

Dies könne schwieriger werden als erwartet, wenn man bedenke, dass nur 18 Prozent der potenziellen iPhone-Käufer bereit seien, 1000 Dollar für ein neues Gerät zu zahlen.

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