18.05.2018  Nackte Beine, falsche Farben

Das sind die No-Gos bei royalen Hochzeiten

So leger zeigten sich Prince Harry and Meghan Markle bei ihrer Verlobung
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So leger zeigten sich Prince Harry and Meghan Markle bei ihrer Verlobung

Wer zu einer Hochzeit eingeladen ist, sucht oft lange nach dem richtigen Outfit. Kompliziert wird es für Gäste einer königlichen Hochzeit - und auch die Braut muss einiges beachten. Was geht gar nicht? Und was muss sein?

Schickes Sommerkleid und schöne Schuhe reichen? Nicht für die Gäste einer königlichen Hochzeit. Dort gelten in Sachen Mode strenge Regeln. Das gilt übrigens auch für die Braut.

Da geht es schon bei den Farben los. "Man trägt nicht Weiß, das ist der Braut vorbehalten", sagt Königshausexpertin Leontine von Schmettow. Bei dieser eigentlich auch bei "normalen" Hochzeiten bekannten Regel erinnern sich viele an die Trauung von Prinz William und Kate.

Ausgerechnet deren Schwester und Trauzeugin Pippa Middleton hatte damals mit einem figurbetonten weißen Kleid Aufsehen erregt - das brachte ihr in bunten Blättern den Spitznamen "Her Royal Hotness" ein. Ebenfalls nicht gerngesehen sind Outfits komplett in Schwarz, denn das steht für Trauer.

In der Einladung zu Harrys und Meghans Hochzeit steht für die Damen: "Day Dress" mit Hut. Frauen sollten also ein Kleid tragen, das nicht so lang und feierlich ist wie ein Abendkleid - aber festlich und mindestens knielang muss es schon sein. "Und Strumpfhosen sind Pflicht", sagt von Schmettow. Auch, wenn die transparent sind - "in diesen Kreisen läuft man nicht mit nackten Beinen herum". Das gilt übrigens auch, wenn es am Hochzeitstag am 19. Mai sehr heiß sein sollte.

Hut ist Pflicht

Außerdem sollten - zumindest in der Kirche - die Schultern bedeckt sein. Bei der Hochzeit von William war Samantha Cameron, die Frau des damaligen Regierungschefs David Cameron, ohne Hut auf dem Kopf erschienen. Und die obligatorische Feinstrumpfhose hatte sie ebenfalls weggelassen.

Da in der Einladung "mit Hut" steht, ist das ein absolutes Muss. "Hut ist Pflicht, ganz klar", sagt von Schmettow. Dann müssen die Britinnen auch auf ihren geliebten Fascinator verzichten, wie die Hutdesignerin Fiona Bennett erklärt. "Wenn ein Hut gewünscht ist, dann muss der Kopf immer ein bestimmtes Stück weit bedeckt sein. Ein Fascinator wäre da nicht ausreichend." Ein Fascinator ist sehr filigran, manchmal sind es nur zusammenhängende Blüten, der Kopf wird nicht so sehr bedeckt wie von einem Hut.

Video: Hier kommt die Torte

Aber auch beim Hut sind die Auswahlmöglichkeiten groß. "In England sind ja Farben sehr beliebt, und zu so einer Sommerhochzeit erwartet man eher etwas Leichtes", sagt Bennett. Beispielsweise glattes, elegantes Stroh sei ein schönes Material für einen solchen Anlass. Und: "Frisur und Hut sollten eine Komposition ergeben", sagt die Designerin. Junge Frauen tragen die Haare auch unter dem Hut gern offen, Hochsteckfrisuren seien aber meist festlicher. Der Trend geht laut Bennett übrigens eher weg von Blumen - hin zu etwas abstrakteren Formen.

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