08.05.2017  Kleidungsmythen und die Wahrheit dahinter

Fünf Stil-Irrtümer, die Sie vermeiden sollten

Von Katharina Starlay

Lieber Rot oder lieber Streifen für Dynamik? Oder lieber doch ein eigener Stil?
DPA
Lieber Rot oder lieber Streifen für Dynamik? Oder lieber doch ein eigener Stil?
Katharina Starlay

Manche Meinungen halten sich hartnäckig. Wie in vielen anderen Branchen werden auch in der Mode Erfahrungswerte überliefert, die zu einer ganz anderen Zeit oder unter ganz anderen Umständen entstanden sind - und bis heute nicht infrage gestellt werden.

Es ist ein bisschen wie mit manchen Spielregeln unter Knigges Fahne "Das tut man doch nicht" oder so manchen ungeschriebenen Gesetzen im Büro, die unter der Maßgabe "Das haben wir schon immer so gemacht" in die Jahre kommen oder das Rentenalter längst erreicht haben. Der frische Blick von Außen tut daher nicht nur dem Büro - sondern auch dem Stilalltag gut.

In den 90er Jahren beispielsweise, nachdem die Häme um die weißen Tennissocken zum Anzug der 80er Jahre verklungen war, verbreitete sich die Ansicht, dass Krawattenstreifen, die aus Betrachtersicht von links unten nach schräg rechts oben verliefen, ihrem Träger eine dynamische Note verleihen würden. Allein der internationale Rest der Welt ahnte nichts von dieser Vorgabe und trug die Krawattenstreifen anders herum.

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Eine Dekade später war es die rote Krawatte, die für Dynamik verantwortlich zeichnete - mit dem Ergebnis, dass plötzlich alle Delegierten des dynamischen Geschäftslebens in roten Krawatten unterwegs waren, ohne Aussicht auf persönliche Aussage.

Das Internet ist voll mit Allgemeinplätzen ohne differenzierten Blick oder vertieftes Wissen. Stil-Maximen dürfen also ruhig getestet und hinterfragt werden. Dann kommt man lieber zu dem Schluss: "It depends - es kommt darauf an."

Hier nur einige Stil-Irrtümer, die erst mit einem "It depends" wirklich Sinn machen:

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