17.02.2018  Die besten Restaurants auf den Malediven

Feinste Küche auf und unter Wasser

Der Archipel im Indischen Ozean mausert sich zum Genießer-Hotspot - mit Küchen aus aller Welt, Unterwasserrestaurants und Starköchen.

Noch größere Villen, noch längere Pools, noch luxuriösere Spas - die Resorts auf den Malediven streben nach immer neuen Superlativen. Doch der Wettbewerb nach dem Motto größer, schöner, teurer stößt an seine Grenzen. Kaum ist die angeblich beste Wellness-Oase im Indischen Ozean eröffnet, da sprießt im Nachbar-Atoll schon eine noch imposantere aus dem sandigen Boden. Wer Aufmerksamkeit will, muss auf den Malediven viel bauen und viel Geld ausgeben - oder auf die Kulinarik setzen.

Gut essen und trinken ist der jüngste große Trend im Inselreich. Die Zeiten, in denen den von Sonne, Strand und Meer verzückten Urlaubern ein gegrillter Fisch am Strand reichte, sind längst vorbei. Mit einem Restaurant kommt kaum noch ein Resort aus. "Zwei oder drei müssen es mindestens sein, sonst langweilen sich die Gäste", erzählt Jérôme Voltat.

Der Franzose kocht im "One & Only"-Resort auf der Insel Reethi Rah. In Sachen Kulinarik gehört es zu den ersten Adressen im Indischen Ozean. Quer über die Insel verteilen sich sechs Restaurants, jedes mit einem anderen Küchenstil und einer anderen Aufmachung.

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Das Hauptrestaurant unterteilt sich in einen elegant designten Bereich mit internationalen und asiatischen Gerichten sowie eine Terrasse vor der Cocktail-Bar, auf der mediterrane Klassiker serviert werden. Selbstverständlich kann man auch direkt am Strand im "Beach Club" essen. Das japanische Restaurant "Tapasake" ist auf Stelzen in die Lagune hinaus gebaut. Die Gäste sitzen auf Stegen, an denen am Abend harmlose Riffhaie entlang patrouillieren. Bunte Fischschwärme ziehen vorbei, nicht ahnend, dass ihre Artgenossen dort oben roh und in kleinen Häppchen verspeist werden. Im Sand liegen Stachelrochen, und ab und zu schaut eine Schildkröte vorbei. An einem derartig paradiesischen Ort würde sogar Junk Food köstlich schmecken, im "Tapasake" aber wird natürlich Sushi und Wagyu Beef vom Feinsten aufgetischt.

Genauso romantisch ist die Atmosphäre im arabischen Restaurant "Fanditha" mit der Sunset-Bar und im neuen "Botanica" mitten auf dem kleinen Eiland. Die Tische stehen dort rund um einen Banyan-Baum im Sand. Im Falle eines tropischen Regenschauers weichen die Gäste in die von Kerzen beleuchteten Gewächshäuser aus, in denen Hunderte von Orchideen blühen. Voltat kocht im "Botanica" ausschließlich mit Bio-Produkten, Kräuter und Gewürze baut er auf der Insel an.

Viele Resorts laden zudem internationale Starköche für spezielle Gourmet-Events ein. So kochen im "Niyama Private Island Resort" 2018 zum Beispiel die deutschen Zweisterneköche Johannes King vom "Söl'ring Hof" auf Sylt und Heiko Nieder vom "Dolder Grand" in Zürich. Beide gastieren im "Edge", einem stylishen Restaurant, das auf Stelzen in die in allen Blau- und Türkistönen schimmernde Lagune gebaut wurde. Per Boot werden die Gäste von der Insel ins Restaurant gefahren, in dem sich auch eine Unterwasser-Bar befindet.

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