17.07.2018  Neue Hotelbonusprogamme

Die besten Resorts 90 Prozent günstiger - so geht es

Von Alexander Koenig
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Im August geht nach langer Vorbereitungszeit das neue aus Marriott Rewards, Starwood Preferred Guest und Ritz-Carlton Rewards vereinte Hotelbonusprogramm an den Start. Es umfasst insgesamt 29 Hotelmarken und mehr als 6.900 Properties. Marriot hatte vor zwei Jahren Starwood aufgekauft; gemäß den Ergebnissen unserer großen Hotelprogrammstudie 2018 vereint sich hier das top-platzierte SPG Programm mit dem drittplatzierten Marriott Rewards und dem eher durchschnittlichen Ritz-Carlton Rewards. Die Hoffnung: Das neue Programm vereint das Beste aus den drei Welten und setzt sich deutlich an die Spitze.

Bisher Top Resorts mit Punkten bei SPG viel zu teuer

Das SPG Programm hat den größten Anteil an Top-Hotels von allen Hotelbonusprogrammen. Einer meiner größten Kritikpunkte am SPG Programm waren immer die extrem hoch liegenden Einlösungsraten für Freinächte in den Top Resorts des Programms. Bis zu 140.000 SPG Punkte pro Nacht waren fällig. Wenn man diese Punkte von Null auf sammeln wollte,musste man knapp 35.000 Euro in Starwood Hotels dafür ausgeben. Im neuen Programm werden die teuersten Hotels in Kategorie 8 zu finden sein und dort kostet eine Freinacht maximal 100.000 Punkte, je nachdem ob man in Peak (Hauptsaison) oder Off Peak (Nebensaison) bucht. 100.000 Punkte bedeuten aufgrund der Umrechnungsrate von 3:1 zwischen neuem Programm und SPG Programm, dass wir von "nur" noch knapp 33.000 SPG Punkten pro Nacht reden.

Wie man einmalig bis zu 90 Prozent sparen kann

Doch es gibt eine Besonderheit: In der Übergangszeit zwischen August 2018 (Einführung neues Programm) und Anfang 2019 (kompletter Start neues Programm) wird es die Kategorie 8 noch nicht geben. Das heißt: Alle Top-Resorts werden noch in Kategorie 7 geführt werden und die Unterscheidung zwischen Off Peak und Peak greift auch noch nicht. Damit kann man alle Top Resorts bereits für 60.000 Punkte die Nacht buchen, was 20.000 Starpoints entspricht. Wen n man fünf Nächte bucht, dann zahlt man nur vier, also am Ende nur noch 16.000 Punkte. Das ist ein Rabatt von fast 90 Prozent gegenüber den aktuellen Raten.

Und bis zum 20. Juli 2018 kann man sogar noch bis zu 30.000 SPG Punkte zum Preis von knapp 600 Euro kaufen. Bei Preisen von etwa mindestens 1500 Euro für eine Nacht im St. Regis Vommuli auf den Malediven oder 1.200 Euro im Al Maha Desert Resort vor den Toren Dubais ein absolutes Schnäppchen. Allerdings muss für einen Punktekauf der SPG Account schon mindestens 14 Tage bestehen. Dabei können natürlich auch weniger Punkte gekauft werden, zum Beispiel genau 20.000, die dann im August in 60.000 Punkte des neuen Programms umgewandelt werden.

Wer Bonusprogramme ignoriert, verschenkt Geld

Das zeigt wieder einmal, wie wertvoll es sein kann, sich mit Bonusprogrammen, ob bei Airlines oder Hotels intensiver auseinanderzusetzen. Gerade im Hotelbereich basieren Upgrades beispielsweise fast ausschließlich auf Statuslevels im hoteleigenen Bonusprogramm. Auch hier war und ist SPG am großzügigsten, denn als SPG Platinum (ab August Platinum Elite) erhält man in der Regel Suiten-Upgrades, auch wenn man das günstigste Zimmer bucht. Bisher war das übrigens garantiert, wie es ab August im neuen Programm gehandhabt werden wird, wird man sehen. Doch das Gute ist, ab August gilt es auch für alle Marriott und Ritz-Carlton und viele weitere Hotels. Kurzum: Das neue Programm kann kommen.

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