13.02.2018  Insider-Tipps vom Autor des "Hurun"-Reichstenreport

Mein perfekter Tag in Shanghai

Von Rupert Hoogewerf
"Roosevelt Sky Restaurant"
"Roosevelt Sky Restaurant"

Sie suchen ein besonderes Hotel - oder Geheimtipps in den aufregendsten Metropolen des Planeten. manager magazin war für Sie unterwegs, hier ist unsere Auswahl, die wir jeden Monat um einen schönen Flecken Erde erweitern.

Die Stadt bietet so viel Gutes, dass es nicht ohne Frühsport geht.

Der wohl exklusivste und beste Privatklub Shanghais ist "The House of Roosevelt". Direkt neben dem "Peninsula Hotel" am Bund gelegen, Hausnummer 27. Die dritte Etage dort ist nur für die rund 100 Mitglieder - darunter Größen wie Basketballlegende Yao Ming, aber auch viele Wirtschaftsbosse - reserviert. Ich bin wohl der einzige Nichtasiate in diesem Kreis. Wir treffen uns dort einmal im Monat. Das Haus hat den vielleicht größten Weinkeller in ganz China, aber auch edle Zigarren. Wer kein Klubmitglied ist, kann in den diversen Restaurants auf den verschiedenen Etagen des Hauses speisen oder in der "Sky Bar" auf dem Dach einen Drink nehmen und den beeindruckenden Blick auf Pudong genießen.

Rupert Hoogewerf

Quasi halb öffentlich geht es zu bei "Chef's Table". Das Haus liegt an der Ecke Huaihai Zhong Lu/Huating Lu. Man kann die Location für einen Abend oder zum Brunch mieten. Ebenso den Koch. Die Küche bestimmt der Mieter selbst: französisch, shanghainesisch, kantonesisch oder was auch immer. An die wenigen Tische passen maximal 15 Leute, der Vorteil: Man darf den eigenen Wein mitbringen. Das Lokal hat ebenfalls gute Weine zu vernünftigen Preisen, vor allem aber vorzügliches australisches Fleisch.

Wenn ich mit meiner Frau und den drei Kindern am Wochenende lunchen gehe, entscheiden wir uns häufig für das "Yue 1525" im "New World Hotel" in der Dingxi Lu. Für mich ist dies eines der besten Dim-Sum-Restaurants, der Chef stammt aus Hongkong.

Shanghai ist eine anstrengende Stadt, schlechte Luft, wenig Grün. Manchmal fahren wir deshalb in die drei Autostunden entfernten Berge von Moganshan und übernachten dort im "Le Passage" oder im "Naked Castle". Nur 40 Minuten vom Zentrum entfernt gibt es bald noch eine andere grüne Oase - das "Amanyangyun Hotel", das Ende Oktober eröffnen wird. Der Besitzer ließ dafür Steine und Bäume aus einem Dorf in der Jiangxi-Provinz hierherkarren und hat ein kleines, ziemlich exklusives Villendorf errichtet. In einem der Restaurants feierte ich schon meinen Geburtstag.

Feiern, essen, trinken, rauchen - das ist Teil meines Jobs. Um trotzdem das Gewicht zu halten, mache ich fast jeden Morgen Sport. Wenn ich zu Hause in Shanghai bin, stehe ich früh auf und gehe gegen 6.30 Uhr zu einem Treffen von Frühsportlern, die sich unter dem Namen FitFam an mehreren Orten in der Stadt zusammenfinden. Auf dem Programm steht meist Laufen, aber auch Gymnastik oder Tai-Chi-Übungen. Das frühe Aufstehen diszipliniert. Ich gehe abends zwangsläufig früher ins Bett und trinke weniger. Was mir freilich nicht immer gelingt.

Tagestipps:

6.30 Uhr: Frühsport www.fitfamshanghai.com
13.00 Uhr: Ausflug ins "Amanyangyun"
20.00 Uhr: Dinner im "Roosevelt Sky Restaurant"

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