05.10.2017  Luxussafaris in Botsuana

Mit Champagner und Himmelbett in die Savanne

Auf Safari in Afrikas Nationalparks will man Tiere und unberührte Landschaft sehen. Aber warum dafür auf eisgekühlten Champagner und King-Size-Betten verzichten?

Eine einsame Lodge mit Terrasse unter dem klaren Sternenhimmel Südafrikas, ein opulentes Dinner mitten in der Wildnis. Oder: Ein Himmelbett mit Baldachin, an dem die Gazellen vorbeispringen, ein Löwe brüllt in der Ferne. Man braucht ein üppiges Budget, um Afrikas Natur in luxuriösem Ambiente zu erleben. Begehrt sind die Angebote dennoch.

"Es gibt mehr Anbieter als früher, weil mehr Interesse da ist", sagt Steffen Boehnke, Leiter der Tui-Luxusmarke Airtours. Jens Frenzel vom Fremdenverkehrsamt Botsuana spricht von einer "breiten Produktpalette", in der sich vor allem viele kleine Anbieter hervorgetan haben. Luxuriöse Zeltcamps und Lodges mit Holzstegen und Veranda mitten in den Baumwipfeln des Urwalds fallen darunter genauso wie ganze Villen zur Miete oder individuelle Reitsafaris. "Besonders im Luxussegment entstehen neue Lodges und Camps", sagt Frenzel.

Luxus - was heißt das überhaupt? "Es gibt drei wesentliche Komponenten", erklärt Boehnke. Zum einen wollen Reisende es möglichst individuell haben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Safaris, wo zusammengewürfelte Gruppen die immer gleichen festgelegten Routen und Programme absolvieren, ist der Reiseplan hier maßgeschneidert. Das gilt sowohl für die An- und Abreise als auch für die Zeit vor Ort.

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Private Ranger oder Guides stehen den Gästen mit Fachwissen und Ortskenntnis zur Verfügung - und erfüllen auch den einen oder anderen Sonderwunsch. Etwa einen zusätzlichen Ausflug, wenn sich der Leopard bisher noch nicht gezeigt hat oder das frisch verheiratete Paar den Sonnenuntergang auf einer Düne genießen möchte.

Dann ist da natürlich die etwas andere Unterkunft. Auch fernab von Straßen und Stromnetzen gibt es fast jede Ausstattung, die man sich vorstellen kann. Marmor und persische Teppiche, Bibliotheken, Fitnessräume oder Golfplätze sind ebenso zu haben wie Spa-Behandlungen oder Kurse im Bogenschießen - alles mitten in der Savanne.

In der Beschreibung einer Luxus-Lodge in der Serengeti wird ein eigener Infinity-Pool vor jedem Zimmer in Aussicht gestellt. Außerdem hält der Butler jederzeit den favorisierten Weißwein bereit, während die Gäste eine Runde Snooker spielen. Ein Luxus-Zeltcamp im Okavango-Delta wirbt gar mit Swarovski-besetzten Ferngläsern und eigenem Teleskop auf jedem Zimmer.

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