14.08.2017  Safaris in Sambia

Die volle Dosis Afrika

Sambia
Reisezeit
Sambia lässt sich ganzjährig bereisen, zur Regenzeit von Dezember bis April kann es zu Einschränkungen sowie Strom- und Wasserausfällen kommen. Viele Camps und Lodges sind dann geschlossen. Allerdings ist die Regenzeit am besten für einen Besuch der Victoriafälle geeignet, weil der Sambesi dann viel Wasser
Anreise
South African Airways fliegt täglich von Frankfurt und München via Johannesburg nach Lusaka, Livingstone oder Ndola. Proflight Zambia verbindet im Land größere Städte wie Lusaka und Livingstone. Zu den Nationalparks sind lange Fahrten oder Privatflüge nötig, oft als Paket mit hochpreisigen Hotels, etwa über Royal Air Charters.
Einreise und Formalitäten
Reisepass und Visum sind notwendig. Letzteres lässt sich direkt bei der Einreise in Sambia beantragen oder im Vorfeld über die sambische Botschaft in Berlin sowie über das Internet. http://evisa.zambiaimmigration.gov.zm
Gesundheit
Malaria tritt im ganzen Land auf, zur Prophylaxe wird dringend geraten. Ein Nachweis über bestimmte Impfungen ist bei Einreise aus Deutschland nicht erforderlich. Das Auswärtige Amt empfiehlt die gängigen Standardimpfungen, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Meningitis.
Übernachtung
In oder bei den Nationalparks gibt es luxuriöse Lodges (europäischer Standard) ab 500 US-Dollar (rund 450 Euro) pro Person und Nacht. Dafür sind in der Regel Essen und Getränke sowie bis zu zwei Aktivitäten am Tag wie Safari- und Bootstouren inbegriffen. Mittelklasse-Lodges bieten Chalets ab 250 Dollar all-inclusive an. Zeltplätze ohne Extras gibt es ab 10 Dollar. Einzelne Safarifahrten kosten um die 50 Dollar.
Weitere Informationen
Zambia Tourism Board (www.zambiatourism.com ) oder Botschaft der Republik Sambia, Axel-Springer-Straße 54A, 10117 Berlin (Tel.: 030/20 62 940, www.zambiaembassy.de/)

Das Abenteuer beginnt erst richtig, als das Nilpferd am Fenster auftaucht und laut furzt. Mitten in der Nacht, keine Beleuchtung. Das Tier schnaubt, raschelt außen an der Zeltwand. Es folgt noch ein Geräusch, das an Magenprobleme erinnert. Dann raschelt es wieder, das Tier tapst davon und plumpst unweit der Unterkunft ins Wasser des Sambesi-Flusses.

Zurück bleibt ein schnell schlagendes Herz. Und die Aufregung, unbedingt sofort jemandem vom leibhaftigen Flusspferd ganz nah am eigenen Bett erzählen zu müssen. Aber da ist keiner in der Nähe. Auch das Handy hat keinen Empfang in der weitläufigen "Royal Zambezi Lodge" an der Grenze zum Lower Zambezi National Park.

Wer durch Sambia reist, kommt wilden Tieren ganz nah. Vor allem in den Nationalparks sind sie die Attraktion. Gerade die Lodges verkaufen sich mit dem Erlebnis Tier. Da sind Affen, die das Obst vom Frühstückstisch klauen, schon fast langweilig.

Aufregender ist der Elefant, der im Fluss hinter dem Hotelpool eine Dusche nimmt. Oder das Zebra, das nachts auf dem Weg von der Bar zum Zimmer seelenruhig und Gras schmatzend die angesäuselten Barbesucher betrachtet. Blitzlichtgewitter vertreibt das Tier nicht.

Solche Erlebnisse gibt es in allen Nationalparks in Ost- und Südafrika, etwa in der weltberühmten Serengeti in Tansania oder im Krüger-Nationalpark in Südafrika. Warum also nach Sambia reisen, jenes Land dazwischen am mächtigen Sambesi? Weil einem hier das Abenteuer mit dem Nilpferd exklusiv gehört.

Sambias Tourismus steht noch am Anfang seiner Entwicklung. Schickere Mittelklasse-Hotels muss man suchen. Es gibt vor allem Campingplätze und Lodges mit einfachen Hütten, die von den sogenannten Overlandern angesteuert werden. Das sind Busse oder umgebaute Lastwagen mit Bordküche voller zeltender Abenteuerurlauber, die zwischen Nairobi und Kapstadt unterwegs sind.

Und da sind die Luxus-Lodges mit Übernachtungspreisen ab 500 Euro, die verwöhnten Reisenden jeden Komfort bieten. Dazu gehören klimatisierte befestigte Zelte und Daunenkissen. In der Safari-Pause wird mitten in der Steppe auch mal Pizza aus einem Steinofen serviert. Optisch vermitteln die Lodges mit ihren Hütten und Komfortzelten aber noch den Anschein eines Campingurlaubs.

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