31.08.2018  Wie Fußball Fashion macht

Stilvorbilder aus dem Stadion

Von Katharina Starlay

Kragennadel und tailliertes Hemd: Der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim (hier beim Spiel gegen Bayern München am 24. August) machte schon mehrfach modisch Furore - unter anderem mit einem knallroten Mantel, den er später für einen guten Zweck versteigerte
Bongarts / Getty Images
Kragennadel und tailliertes Hemd: Der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim (hier beim Spiel gegen Bayern München am 24. August) machte schon mehrfach modisch Furore - unter anderem mit einem knallroten Mantel, den er später für einen guten Zweck versteigerte
Katharina Starlay

Mode entsteht heute längst nicht mehr im geschlossenen Séparée eines Ateliers oder etwa in den Köpfen der Designer. Mode kommt von der Straße - oder vom Rand eines Fußballfelds, dort, wo ein Träger (s)einen Look vor einem öffentlichen Auge spazieren trägt.

Laut Lexikon wird das aus der lateinischen Vokabel modus = Art und Weise abgeleitete Wort als "die in einem bestimmten Zeitraum und einer bestimmten Gruppe von Menschen als zeitgemäß geltende Art, etwas zu tun, Dinge zu benutzen oder anzuschaffen" definiert. Das Vorbild braucht demnach ein Publikum, sonst wird das nichts mit der Mode. Dieser Umstand macht Stars und Sternchen zu Markenbotschaftern, ein Milliarden-Geschäft. Wie der Fußball selbst.

Früher waren es Filme, die Trends setzen: Epochemachende Streifen wie "Out of Africa" (USA 1985) zum Beispiel konnten eine ganze Modesaison prägen - aber das ist lange, sehr lange her. Heute ist es umgekehrt: Zeitgeistströmungen bekommen erst durch ihre Protagonisten ein Gesicht. Da ist es vorteilhaft für ihre Nachahmer, wenn aus kurzlebigen Trends Stil-Vorbilder werden, die das Zeug haben, Generationen zu prägen und Menschen gut aussehen zu lassen.

Hier ein paar Beispiele aus der noch immer dominant-männlichen Fußballwelt (die Ikonen des Frauen-Fußballs mögen mir verzeihen!), die ihren Weg in unseren Stil-Alltag gefunden haben:

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