17.03.2017  Für die US-Präsidententochter sind diamonds not forever

Aus für Diamantarmbänder bei Ivanka Trump

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Werbung für die Schmuckkollektion: Nach einem Auftritt Ivanka Trumps bei "60 Minutes", bei dem sie ihr "Lieblingsarmband" aus ihrer eigenen Kollektion trug, verschickte ihr Modelabel per Email einen "Style Alert".
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Werbung für die Schmuckkollektion: Nach einem Auftritt Ivanka Trumps bei "60 Minutes", bei dem sie ihr "Lieblingsarmband" aus ihrer eigenen Kollektion trug, verschickte ihr Modelabel per Email einen "Style Alert".

Die neue Geschäftsführerin des Labels Ivanka Trump, Abigail Klem, sortiert das Sortiment neu und stellt die Produktion von teurem Luxusschmuck ein. Unter dem Label der First Daughter verkauft das Unternehmen Bekleidung, Schuhe, Schmuck und Accessoires. Nun teilte das Unternehmen mit, künftig auf die Produktion der Luxusschmuck-Linie zu verzichten, vielmehr wolle man sich auf günstigeren Modeschmuck konzentrieren.

Trumps Beraterin Kellyanne Conway forderte im Fernsehen zum Kauf von Ivanka-Produkten auf
DPA/ Fox News
Trumps Beraterin Kellyanne Conway forderte im Fernsehen zum Kauf von Ivanka-Produkten auf

Keine Diamanten mehr also unter dem Label Ivanka. Dabei hatte die Tochter von Donald Trump noch in einem Fernsehinterview nach der Wahl ihres Vaters zum US-Präsidenten für Aufsehen gesorgt, da sie den Auftritt offensiv dazu nutzte, für ein rund 11.000 Euro teures Armband ihrer neuen Kollektion zu werben. In der Folge wurde sie daraufhin massiv kritisiert.

Als schließlich auch noch das Kaufhaus Nordstrom Ivanka-Produkte aus dem Programm nahm, äußerte sich US-Präsident Trump per Twitter über die Entscheidung ungehalten. Daraufhin warb die Beraterin von Donald Trump, Kellyanne Conway, in einem TV-Interview dafür, Ivanka-Produkte zu kaufen. In der Folge soll der Absatz auch deutlich gestiegen sein, berichten US-Medien. Der Umsatz sei so hoch wie nie, meldete das Unternehmen selbst. "Seit Anfang Februar erleben wir mitunter die umsatzstärksten Wochen seit Unternehmensgründung", sagte Klem in einem Interview. Zuvor hatten Medien berichtet, der Absatz sei in den Wochen nach der Wahl des Vaters um bis zu 70 Prozent eingebrochen.

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Unter dem Label Ivanka Trump setzte das Unternehmen laut Medienberichten im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Dollar um. Ivanka hatte sich Mitte Januar sowohl aus den Führungspositionen der Lifestyle-Marke als auch bei der Trump-Organisation zurückgezogen.

Die Nachrichtenagentur afp berichtete diese Woche, dass unter der Marke Ivanka Trump mehr als 50 Tonnen Kleidung aus China in die USA importiert worden seien, was dem Wirtschaftsprogramm des Vater widerspreche, der US-Bürger aufgefordert hatte, vor allem US-produzierte Ware zu kaufen.

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