31.07.2018 
Sender prüft Trennung von Fußballstar

Lahm war der ARD zu lahm

Ex-Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm: Die ARD hat sich deutlichere Kritik von dem 34-Jährigen gewünscht
DPA
Ex-Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm: Die ARD hat sich deutlichere Kritik von dem 34-Jährigen gewünscht

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ARD erwägt die Trennung von Philipp Lahm, der bei der WM in Russland für das Erste als Experte im Einsatz gewesen war. "Wir hatten mit Philipp Lahm nur eine Vereinbarung für seine Tätigkeit im Ersten im Rahmen unserer Übertragungen von der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 abgeschlossen. Wie die ARD sich in Sachen Fußball-Experten für die Zukunft aufstellt, werden wir auf der im September anstehenden Sportchef-Sitzung besprechen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky auf Anfrage.

Das Erste war augenscheinlich unzufrieden mit Analysen und Einschätzungen des Weltmeister-Kapitäns von 2014. Lahm hatte harsche Kritik am Führungsstil von Bundestrainer Joachim Löw nicht in der ARD, sondern im sozialen Netzwerk Linkedin geübt.

Balkausky hatte zuletzt die Auftritte des langjährigen Kapitäns von Bayern München gerügt. Er habe sich während der Fußball-WM "manchmal eine noch etwas klarere Analyse in unserem Format gewünscht", hatte Balkausky der Sport Bild gesagt: "Manchmal hätten wir uns noch mehr von diesem Erfahrungsschatz und noch deutlichere Einschätzungen gewünscht."


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Der 34-jährige Lahm hatte sich während des Turniers in Russland im ARD-Format "Weltmeister im Gespräch" wenig meinungsstark gezeigt. Vergangene Woche hatte der einstige Allroundspieler dann allerdings bei Linkedin mit seiner deutlichen Löw-Schelte für Aufsehen gesorgt.

mg/dpa-afx, sid

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