07.12.2017  Spitzenköche testen neue Küchengeräte

Der Steakreaktor im Härtetest

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3. Teil: Ein Männertraum: Der 850 Grad heiße Steakreaktor

Auf den rund 700 Euro teuren Steakreaktor, der mit satten 1600 Watt bis zu 850 Grad Grillhitze erzeugen soll, kommt eine echte Herausforderung zu: Für den Test hat Cornelius Speinle ein 1,1 Kilogramm schweres Stück Hochrippe besorgt. "Wir sind schwer gespannt, was das gute Gerät alles kann", meint Speinle. Danach soll es zarter werden: Weil jedes Fleisch eine Garnitur brauche, schält Ho ein paar Stänglein grünen Spargel, die ebenfalls ins Inferno sollen.

"Qualität und Verarbeitung wirken sehr gut", meint Speinle beim Aufbau des Geräts, "das ist schwer - ein gutes Zeichen." Die Bedienung ist leicht, man muss sich nicht einlesen: ein Drehknopf, eine Temperaturanzeige, eine Zeitanzeige, fertig. "She is on", meldet John Ho. "Es ist eine Sie?", fragt Speinle interessiert bei seinem Souschef nach. Der lässt sich nicht erschüttern: "Es ist immer eine Sie." Darauf wäre wohl nicht jeder bei dem martialisch schwarzen Klotz mit dem Stierkopf-Logo gekommen, aber ob sie oder er: Jetzt kommt die Bewährungsprobe. Der kiloschwere Rindfleisch-Kaventsmann ist schon mal im 54 Grad heißen Wasserbad auf die richtige Kerntemperatur gebracht worden, jetzt geht es in die Hitze - rund vier Minuten auf jeder Seite, kleine Flammen züngeln aus dem Geräteschlund, Gäste in der heimischen Küche wären spätestens jetzt schwer beeindruckt.

Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen: Außen krosse Röstaromen, innen butterzartes Fleisch. Auch der Spargel wird äußerst delikat. Schwächen zeigt das Gerät allenfalls beim Grillen zweier Entrecote-Stücke, die außen nicht ganz so kross werden - und von denen eines beim Wenden nach hinten vom Rost rutscht. Das ist aber vielleicht auch eine Frage der Feinabstimmung. Den Härtetest mit der Hochrippe hat der Steakreaktor jedenfalls mit Bravour bestanden. "Tolles Gerät, aber recht teuer", ist Speinles Fazit. Pluspunkte gibt es dafür, dass der martialische Reaktor auch den zarten Spargel in Rekordzeit fein gegart hat.

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