02.03.2017  Noma-Chefkoch Rene Redzepi belohnt drei Mitarbeiter

Vom Tellerwäscher zum Mitbesitzer

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Das alte Noma ist Geschichte - das neue Konzept wird eine Art Farm sein. Mit drei neuen Mitbesitzern.
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Das alte Noma ist Geschichte - das neue Konzept wird eine Art Farm sein. Mit drei neuen Mitbesitzern.

Wenn ein Restaurant in die Weltspitze aufsteigt, ist es der Chefkoch, der den Ruhm erntet. Dem Starkoch Rene Redzepi, dessen Restaurant Noma in Kopenhagen schon mehrmals als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet wurde, ist offenbar sehr bewusst, wie wichtig das Team im Hintergrund für die gastronomische Gesamtleistung ist. Er hat jetzt drei seiner Mitarbeiter zu Partnern gemacht, wie er bei Facebook und Instagram mitteilte:

Das ursprüngliche Noma ist seit Ende Februar geschlossen - Redzepi, der die skandinavische Küche revolutioniert hat (und unter anderem auch lebende Ameisen servierte), will das Konzept völlig neu aufsetzen und nun eine Art Stadtfarm aus dem Noma machen. Bis Ende des Jahres soll die neue Location öffnen - mit drei neuen Partnern an Bord, denen weitere folgen sollen, wie Redzepi ankündigte.

Damit will er das Engagement der zum Teil langjährigen Mitarbeiter belohnen. Darunter ist neben den beiden Restaurantmanagern Lau Richter und James Spreadbury auch Ali Sonko, ein Immigrant aus Gambia und zwölffacher Familienvater, der seit 13 Jahren als Tellerwäscher im Noma arbeitet. 2010 hatte er es bereits zu einer gewissen Prominenz gebracht: Weil Sonko aus Visagründen nicht mit zu einer Ehrung des Noma nach England reisen konnte, trugen alle seine Kollegen dort ein T-Shirt mit seinem Konterfei.

Bei einer Vorstellung des neuen Noma-Konzepts hatte Redzepi gesagt: "Ali ist das Herz und die Seele des Noma. Ich denke nicht, dass die Leute wirklich begreifen, was eine Person wie Ali für ein Haus bedeutet. Er lächelt immer, egal, wie es seinen zwölf Kindern gerade geht. Übrigens hieß mein eigener Vater auch Ali, und auch er arbeitete als Spüler, als er nach Dänemark kam." Redzepis Vater war aus Mazedonien als Einwanderer nach Dänemark gekommen.

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