15.06.2018  Testfahrt im BMW Alpina D5 S

Hinten Ruhe, vorne Power

Von
Fixer als ein Porsche 911: Der BMW Alpina D5 S
ALPINA
Fixer als ein Porsche 911: Der BMW Alpina D5 S

2. Teil: Jaguar XF Sportbrake: Großzügiger Fahrspaß

Der fünftürige Jaguar XF Sportbrake ist nicht nur praktisch, sondern auch ziemlich spurtstark.

Jaguar XF Sportbrake / 2017
Jaguar
Jaguar XF Sportbrake / 2017

Es ist höchste Zeit für ein Lob an Ian Callum: Jaguars Chefdesigner hat der Marke in den vergangenen Jahren ein ebenso modernes wie unverwechselbares Gesicht gegeben und den Stil der eleganten Großkatzen ("Grace, Pace and Space") von den Swinging Sixties ins 21. Jahrhundert übertragen. Mit dem Sportbrake hat er dann vor fünf Jahren die britische Tradition der sportlichen Kombis wiederbelebt. Jedes zweite Exemplar der XF-Modellreihe wird inzwischen als Fünftürer ausgeliefert.

Die zweite Generation des Sportbrake ist Callum nun besonders gelungen: Die sanft abfallende Dachlinie sorgt mit den Sicken der Seitenlinie und den leicht keilförmigen, verchromten Fensterrahmen für ordentlich Spannung. Der kurze Überhang vorn signalisiert Dynamik, der lange hinten deutet auf die Geräumigkeit hin: 1700 Liter fasst der kubische Kofferraum, wenn die hinteren Rückenlehnen umgeklappt sind. Das Panoramadach sorgt innen für viel Licht und ein großzügiges Raumgefühl. Hinterbänkler sitzen im Kombi tatsächlich komfortabler als im SUV der Marke.

Und was den Fahrspaß angeht, lässt der XF Sportbrake Jaguars SUV F-Pace ohnehin alt aussehen. Bei den kurvenreichen Taunusstraßen rund um den Feldberg zeigt der neue Turbobenziner, was aus zwei Litern Hubraum, verteilt auf nur vier Zylinder, so alles herauszuholen ist. Ein Doppelturbolader liefert das maximale Drehmoment schon bei 1200 Touren. Im Sportmodus von Motor und Automatikgetriebe katapultiert sich der Sportbrake aus den Serpentinen heraus wie ein Zweisitzer. Nur beim übermütigen Beschleunigen übersteuert der Heckantrieb ein wenig, das jedoch korrigieren die Assistenzsysteme sofort wieder. Was stört, ist allein der künstliche Sound des aufgeladenen Mittelklassemotors.

Jaguar XF Sportbrake
Technik
250 PS (Modell 25t)
184 kW
155 g/km CO2-Emission
Dynamik
7,1 Sekunden Beschleunigung von 0 auf 100 km/h
241 km/h Spitzengeschwindigkeit
Preis
ab 51.060 Euro

Der einzige Sechszylinder im Programm ist ein Diesel - und dank SCR-Abgasreinigung und AdBlue-Injektionssystem so sauber wie heute möglich. Dessen 300 PS beschleunigen den Sportbrake noch ein wenig beherzter. Ob das den Aufpreis von rund 10.000 Euro rechtfertigt, muss jeder selbst wissen. Da lohnt der Activity Key, ein Schlüssel in Form eines wasserdichten, stoßfesten Armbands, schon eher.

Mit seinen Fahrleistungen und der gediegenen Innenausstattung aus edlem Leder und Metall ist der Kombi jedenfalls eine ernst zu nehmende Alternative zu seinen deutschen Rivalen. Einzig das Navi enttäuscht: Nach dem Start braucht es stets eine Weile, bis es voll funktionstüchtig ist.

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