09.10.2017  Der britische Autohersteller erforscht neue Luxus-Segmente

Aston Martins 4-Millionen-Dollar-U-Boot

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"Projekt Neptune": Aston Martin und Triton wollen pro Jahr ein Dutzend der Mini-U-Boote bauen.
Aston Martin
"Projekt Neptune": Aston Martin und Triton wollen pro Jahr ein Dutzend der Mini-U-Boote bauen.

Der britische Automobil-Hersteller Aston Martin ist bekannt für sein extravagantes Design. Mit dem U-Boot-Hersteller Triton entwickelte er nun ein Unterwasserfahrzeug, dessen Preis es in sich hat. Doch es gibt noch mehr Segmente, in die sich das Autohaus hineintraut.

Es ist wohl das einzige Mal, dass man seinen Aston Martin gerne unter die Wasseroberfläche bringt. Der britische Automobil-Hersteller stellte kürzlich sein erstes U-Boot-Design auf einer Yacht-Show in Monaco vor. Das luxuriöse James-Bond-Gefährt entsteht in einer Zusammenarbeit mit Triton, einem amerikanischen Hersteller ziviler U-Boote.

Derzeit befinde sich das Modell zwar noch in der Konzeptphase, sei allerdings in einem Jahr für rund vier Millionen Dollar erhältlich, sagte Aston Martins Kreativ-Chef Marek Reichman gegenüber der Nachrichten Agentur Bloomberg. Zum Vergleich: Ein DB11, ausgestattet mit einem V8-Motor, kostet rund 200.000 Dollar.

Das Fachwissen für die Entwicklung liefert Triton, wie es offiziell heißt. Aston Martin entwickelt dagegen das Design und die Gestaltung. Vorgesehen ist das Luxus-U-Boot speziell für den Transport auf Superyachten.

Reichman sagte außerdem, das Unternehmen wolle im Jahr circa ein Dutzend der Mini-U-Boote bauen. "Wenn man über Aston Martin nachdenkt, dann über eine exklusive Marke", fügte er hinzu. "In 100 Jahren haben wir gerade einmal 80.000 Autos produziert."

Mit einer Höhe von 1,8 Metern und einem Gewicht von knapp 4 Tonnen ist es das leichteste und kleinste 3-Mann-U-Boot der Welt. Es kann bis zu 500 Meter tief tauchen und fährt mit einer Geschwindigkeit von 3 Knoten bzw. 5,5 Kilometer pro Stunde.

Schön länger konzentriert sich der britische Autohersteller auf andere Luxussegmente. Letztes Jahr stellte es den AM37 vor, ein 1000 PS Motorboot, das mit den Marinearchitekten von Quintessence Yachts und Mulder Design entwickelt wurde. Und sogarim Immobilienbereich plant Aston Martin Unterkünfte mit der in Miami ansässigen G&G Business Developments.

Reichman sagte auch, dass das Unternehmen gründliche Untersuchungen anstellte, um herauszufinden, was vermögende Kunden neben Autos gerne kaufen. Nicht gerade überraschend: Viele stehen auf Boote.

"Die Superyacht-Menschen wollen irgendwas Neues", sagte er. Es geht nicht mehr einfach um das eigene Beiboot, sondern um irgendeinen neuen Weg, die Gäste zu unterhalten."

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