06.04.2017  So werden Kinder erfolgreich - sagt die Wissenschaft

Was Eltern besonders richtig machen können

Von

Stolzer Moment für Eltern: Abschlussfeierlichkeit an der Uni. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Und natürlich muss sich Erfolg nicht immer über akademische Bildung definieren (schließlich waren unter vielen anderen auch Bill Gates und Richard Branson Studienabbrecher).
dpa
Stolzer Moment für Eltern: Abschlussfeierlichkeit an der Uni. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Und natürlich muss sich Erfolg nicht immer über akademische Bildung definieren (schließlich waren unter vielen anderen auch Bill Gates und Richard Branson Studienabbrecher).

Eltern sind eine der größten Zielgruppen überhaupt für Ratgeberliteratur (und auch für ungefragte Ratschläge). Alles richtig machen kann man nicht und schon gar nicht es jedem recht.

Aber es gibt immer wieder interessante wissenschaftliche Studien, die entweder belegen, warum man vorher schon intuitiv richtig lag - oder die, in selteneren Fällen, auch neue Erkenntnisse für den persönlichen Erziehungsalltag (vulgo Familienwahnsinn) bringen.

Was machen Eltern erfolgreicher Kinder richtig? Das englischsprachige Portal "Business Insider" hat versucht, anhand wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse einige relevante Antworten zusammenzutragen. Hier sind die wichtigsten Stichpunkte - um den einen oder anderen Aspekt ergänzt.

Und bevor Sie sich in die Enge getrieben fühlen, weil es für mathematische Frühförderung zu spät ist und Sie vielleicht den falschen Vornamen gewählt haben - entspannen Sie sich. Die beste Zusammenfassung der wirklich gesicherten Erkenntnisse aus der erziehungsrelevanten Forschung seines Fachs hat der Neurowissenschaftler Steve Petersen einmal gegeben: "Sperren Sie Ihr Kind nicht in den Schrank, lassen Sie es nicht verhungern und schlagen Sie ihm nicht mit der Bratpfanne auf den Kopf."

Kinder brauchen Aufgaben

Wer mitmacht, weiß auch das Ergebnis zu würdigen: Starköchin Sarah Wiener beim Salatzupfen mit Kindern
DPA
Wer mitmacht, weiß auch das Ergebnis zu würdigen: Starköchin Sarah Wiener beim Salatzupfen mit Kindern

Die Autorin von "How to Raise an Adult" ("Wie man Erwachsene großzieht"), Julie Lythcott-Haims, gibt laut Business Insider das Offensichtliche zu bedenken: "Wenn Kinder nicht den Abwasch machen, heißt das, das jemand anders das für sie macht."

In den meisten Familien dürfte das Phänomen bekannt sein, dass Kinder die Küche auch gerne für ein sich selbst reinigendes Organ halten. Aber das ist gefährlich, denn: "Die Kinder sind so nicht nur von der Arbeit befreit, sondern auch davon, zu lernen, dass sie gemacht werden muss und und dass jeder von uns etwas zum Wohle der Allgemeinheit beizutragen hat", so Lythcott-Haims.

Wer früh lernt, Aufgaben zu übernehmen, ist auch ein besserer Kollege, kann selbständiger arbeiten und empathischer auf andere reagieren. Die Autorin beruft sich auf die Langzeitstudie "Harvard Grant Study", die nachweisen konnte, dass Leute, die in ihrer Kindheit mehr Hausarbeit machen mussten, später im Leben glücklicher waren als andere.

1 / 10

Mehr zum Thema