16.01.2018  Ex-Infineon-CEO

Zumtobel-Chef Schumacher bietet Rücktritt an

Zumtobel-Chef Ulrich Schumacher (Archiv): Der Leuchtenhersteller war im vergangenen Geschäftsquartal in die roten Zahlen gerutscht
dpa
Zumtobel-Chef Ulrich Schumacher (Archiv): Der Leuchtenhersteller war im vergangenen Geschäftsquartal in die roten Zahlen gerutscht

Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel steuert auf einen Führungswechsel zu. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schumacher stellt laut einer Pflichtmitteilung vom Montag sein Amt zur Verfügung. Der Konzernchef habe dem Aufsichtsrat angeboten, über die Auflösung seines bis 2020 laufenden Vertrags zu verhandeln.

Der einstige Infineon-Chef Schumacher führt Zumtobel seit 2013 und verordnete dem Unternehmen einen Sanierungskurs, der Stellenstreichungen, Werkschließungen und Verkäufe vorsah. An der Börse stiegen die Aktien des Leuchtenherstellers nach der Pflichtmitteilung zeitweise um bis zu 4 Prozent.

Wie es in der Mitteilung hieß, unterbreitete Finanzchefin Karin Sonnenmoser ein ähnliches Rückzugsangebot, das der Aufsichtsrat jedoch ablehnte. Das Kontrollgremium habe der Managerin "seine volle Unterstützung zugesagt" und sie gebeten, weiter für das Unternehmen zu arbeiten.

Ende Dezember hatten überraschend zwei Aufsichtsräte ihre Mandate niedergelegt. Zumtobel war im vergangenen Geschäftsquartal in die roten Zahlen gerutscht. Neben dem Kostendruck in der Branche machten dem Unternehmen schlechtere Geschäfte im wichtigsten Einzelmarkt Großbritannien zu schaffen.

mg/rtr

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