22.11.2017  Sportmode-Hersteller in der Krise

Bogner trennt sich von Vorstandschef Wirth

Von Eva Müller
Seit dem heutigen Mittwoch nur noch Ex-Bogner-Chef: Alexander Wirth
Bogner
Seit dem heutigen Mittwoch nur noch Ex-Bogner-Chef: Alexander Wirth

Gerade mal ein gutes Jahr durfte sich Alexander Wirth als Vorstandschef von Bogner versuchen. Jetzt trennt sich der kriselnde Hersteller von Luxus-Sportmode wieder von dem Manager, der im September 2016 Inhaber Willy Bogner an der Unternehmensspitze nachgefolgt war.

Offiziell begründet der Aufsichtsrat das Ende von Wirths Engagement mit "unterschiedlichen Auffassungen über die Ausrichtung des Unternehmens". Wirth wird mit sofortiger Wirkung abberufen.

Neuer Bogner-Chef: Andreas Baumgärtner
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Neuer Bogner-Chef: Andreas Baumgärtner

Der nur mühsam kaschierte Rauswurf erfolgt mitten in einer schweren Krise des Modelabels. Bogner leidet schon seit etlichen Jahren unter schwächelnder Nachfrage und geringen Margen. Unter Wirths Ägide wurden sechs Läden geschlossen und der Vertrieb verschlankt.

Nach Abschluss der Restrukturierung sollte die Marke wieder stetig wachsen - von zuletzt 200 Millionen auf 300 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2022.

Dieses Ziel soll nun Andreas Baumgärtner erreichen, der auf den Chefposten aufrückt. Der langjährige Marc O'Polo-Manager fungiert seit April 2017 als Vorstand Design und Marketing bei Bogner. Der leidenschaftliche Skifahrer ist mit dem Münchener Unternehmen aber schon seit vielen Jahren vertraut. Baumgärtner übernimmt den Job zusätzlich zu seinem Job als Vorstand für Marketing und Design - auf diese Weise sinkt die Zahl der Vorstände von fünf auf vier.

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