19.07.2017  Isabel Ge Mahe wird Apple-China-Chefin

Diese Frau soll Apples China-Problem lösen

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Isabel Ge Mahe
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Isabel Ge Mahe

Fließend Mandarin spricht Isabel Ge Mahe, das ist schon einmal nicht schlecht. Vor allem aber versteht die gebürtige Chinesin, von Apple nun zur Geschäftsführerin für die Region Greater China berufen, die Besonderheiten der weltgrößten Volkswirtschaft.

Apple und China stehen in einer engen Verbindung. Ohne die billige Massenproduktion in den Industriezonen von Shenzhen wäre der globale Erfolg des iPhone, der Apple zur wertvollsten Aktiengesellschaft gemacht hat, nicht denkbar.

Doch nun wird Ge Mahe als Problemlöserin gebraucht. Denn während China von der Werkbank der Welt zum Innovationslabor mutiert, hat der kalifornische Konzern seine Rolle im Land kaum angepasst.

Der Absatz an Smartphones geht seit einigen Jahren zurück. Vom Konsumboom profitieren heimische Wettbewerber, die sich begehrte Marken aufgebaut haben oder vergleichbare Qualität einfach billiger liefern. Der Marktanteil des iPhone in China sank zuletzt unter 10 Prozent.

Konzernchef Tim Cook müht sich, Apple aus den Handelsquerelen zwischen China und den USA Donald Trumps herauszuhalten und den Heimvorteil der chinesischen IT-Riesen auszugleichen. Zuletzt besuchte er das Land im März, lobte die Marktöffnung, verkündete weitere Investitionen in Forschungs- und Entwicklungszentren und bewunderte auf seinem Account des chinesischen sozialen Netzwerks Sina Weibo die dort erfolgreichen Bike-Sharing-Firmen.

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