29.09.2017  Johannes Teyssen

Eon-Chef Teyssen verlängert bis 2021

Wird zum Dauerläufer bei Eon: Konzernchef Johannes Teyssen
Wird zum Dauerläufer bei Eon: Konzernchef Johannes Teyssen

Eon-Chef Johannes Teyssen soll den Energiekonzern in das nächste Jahrzehnt führen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, den bis Ende kommenden Jahres laufenden Vertrag bis Dezember 2021 zu verlängern, teilte Eon am Freitag mit und bestätigte damitentsprechende Presseberichte vor einer Woche. Gleichwohl schien die Nachricht an der Börse gut anzukommen. Die Dax-Aktie weitete ihre Gewinne aus und notierte mit 9,55 Euro 2 Prozent im Plus.

Der 57-jährige Teyssen führt den einst größten deutschen Versorger seit 2010. In seiner Amtszeit wurde der früher vor allem auf Atom- und Kohlekraft setzende Konzern von der Energiewende schwer getroffen. Die Folge waren vier Geschäftsjahre mit Milliardenverlusten, zuletzt ein Fehlbetrag von 16 Milliarden Euro. Teyssen hat den Konzern neu aufgestellt. Die Kohle- und Gaskraftwerke stieß er ab und setzt inzwischen auf Ökostrom.

Der Aufsichtsrat habe zudem beschlossen, den Vertrag von Leonhard Birnbaum als Vorstandsmitglied und zuständig für die Netze und Erneuerbare Energien um fünf Jahre bis Mitte 2023 zu verlängern, teilte der Konzern weiter mit.

Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley betonte: "Eon hat in den vergangenen 15 Monaten hervorragend gearbeitet und sich ebenso wie Uniper erfolgreich neu aufgestellt." Nach der Abtrennung der Kraftwerks-Tochter sei die neue Eon "sehr gut" vorangekommen.

Die Verschuldung von rund 26 Milliarden Euro Ende 2016 sei schneller als geplant auf rund 21,5 Milliarden Euro reduziert worden. Gleichzeitig sei die Eigenkapitalquote zur Jahresmitte auf 9 Prozent um 7 Prozentpunkte im Vergleich zum Ende des letzten Jahres gestiegen. Darüber hinaus würden bereits 2017 die Kosten um etwa 100 Millionen Euro gesenkt, der Löwenanteil des Sparprogramms von 300 Millionen Euro werde 2018 wirksam.

dpa

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