14.09.2017  Dumm gelaufen für US-Pharma-Ekel

Haft für Shkreli - weil er Hillary an die Haare wollte

Martin Shkreli hat via Facebook dazu aufgerufen, Hillary Clinton ein Haar auszureißen
REUTERS
Martin Shkreli hat via Facebook dazu aufgerufen, Hillary Clinton ein Haar auszureißen

Neues vom umstrittenen US-Pharmaunternehmer Martin Shkreli, der in der Vergangenheit die Öffentlichkeit schon mit mancher Unverschämtheit gegen sich aufgebracht hat. Diesmal wurde Shkreli ein Facebook-Post zum Verhängnis, den er womöglich gar nicht ganz ernst gemeint hatte.

Was ist passiert? Shkreli muss ins Gefängnis, und zwar, um es kurz zu machen, weil er Hillary Clinton ein Haar ausreißen lassen wollte. Nachdem er wegen eines Betrugsfalls schon schuldig gesprochen worden war, habe eine Richterin nun seine Freilassung gegen Kaution aufgehoben, berichten US-Medien.

Shkreli habe über Facebook dazu aufgerufen, der früheren demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Clinton während ihrer Buchvorstellungstour ein Haar auszureißen, heißt es in den Berichten. Er habe dafür 5000 US-Dollar (rund 4250 Euro) Belohnung geboten. Die Richterin Kiyo Matsumoto stufte dies als Aufruf zu einem tätlichen Angriff ein.

Hintergrund: Shkreli war Anfang August wegen Wertpapierbetrugs schuldig gesprochen worden. Die US-Behörden hatten dem 34-Jährigen vorgeworfen, Investoren an der Nase herumgeführt und ihre Mittel zweckentfremdet zu haben.

Bekannt geworden war der Mann 2015, als seine Firma Turing Pharmaceuticals den Preis eines lebensrettenden Medikaments schlagartig um ein Vielfaches verteuert hatte. Die Empörung war seinerzeit riesig, Medien bezeichneten Shkreli als "meistgehassten Mann Amerikas". Die verbreitete Wut erschwerte sogar das Verfahren. In seinem später gelöschten Post schrieb er laut US-Medien, er wolle mit den Haaren DNA-Sequenzen Clintons abgleichen. Twitter hatte Shkreli bereits im Januar gesperrt, weil er eine Journalistin verbal bedrohte.

cr/dpa-afx

Mehr zum Thema