20.04.2017  Wilde Andeutungen über Investor Paul Singer

Dieser Brief kostete Klaus Kleinfeld den Job

Von
REUTERS

2. Teil: Was hat Kleinfeld noch gegen Singer in der Hand?

Es bleibt also nicht viel der Fantasie der Leser überlassen, sich den Zustand vorzustellen, in dem der reiche Amerikaner "Singing in the Rain" das deutsche Sommermärchen bereicherte.

Kleinfeld lebt seit Jahren in den USA. Sein deutscher Kommunikationsberater Norbert Essing sagte manager-magazin.de, er habe seinen Mandanten nicht mit Details eines Berlin-Besuchs Singers versorgt und kenne sie deswegen auch nicht. Weitere Informationen lehnte Essing mit der Aussage ab, dass er sich nie "öffentlich zu Mandanten-Beziehungen äußere".

Elliott wertet den Brief Kleinfelds als "verschleierte Andeutung", er könnte Paul Singer "einschüchtern oder erpressen".

Der Abgang des Deutschen sei zwar die richtige Reaktion auf sein "unangemessenes" Verhalten. Doch mit der Erwähnung des Briefs habe Arconic die private Angelegenheit an die Öffentlichkeit gezerrt und mit den darauf folgenden Spekulationen Singers Persönlichkeit erst recht beschädigt. Um diese Spekulationen zu beenden, hat Elliott das Schreiben nun auf der eigenen Seite newarconic.com, die für einen Führungswechsel bei Arconic wirbt, gepostet.

Eine Sorge bleibe: dass Kleinfeld weitere Aktivitäten gegen Singer in Gang gesetzt habe, die möglicherweise noch liefen. Arconic müsse sicherstellen, dass der Milliardär geschützt werde. Eine kleine Spitze gegen Kleinfeld hat der Elliott-Anwalt noch untergebracht: Dessen "Geschichte bei Siemens in Deutschland" gebiete Vorsicht. Dort habe Kleinfeld schließlich auch versucht, den Ruf jener, die ihm als Gegner erschienen, zu beschädigen.

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