23.03.2017  Heinz-Jakob Neußer verklagt VW

Beurlaubter VW-Vorstand fordert Millionenbonus ein

Heinz-Jakob Neußer
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Heinz-Jakob Neußer

In Braunschweig ist eine Güteverhandlung zwischen VW und dem früheren Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer angesetzt. Der ist seit dem Abgasskandal beurlaubt - will aber dennoch einen Bonus einfordern.

Der frühere VW-Entwicklungsvorstand, Heinz-Jakob Neußer, hat den Volkswagen-Konzern auf die Nachzahlung eines Bonus in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro verklagt.

Am Donnerstag kommt es deshalb zu einer Güteverhandlung am Braunschweiger Arbeitsgericht. Neußer gehört zu einer Gruppe von sieben VW-Mitarbeitern, gegen die im Abgasskandal bislang Strafanzeige in den USA gestellt wurde. Ob er selbst zu der Verhandlung erscheint, ist unklar.

Neußer war von Juli 2013 bis September 2015 als VW-Markenvorstand zuständig für die Entwicklungsabteilung von VW-Pkw. Zuvor verantwortete er ab 2011 die Motorenentwicklung. Ihm wird vorgeworfen, VW-Ingenieure ab 2012 dazu angehalten zu haben, den Betrug bei den Abgasmessungen zu verschleiern. Erst 2015 soll Neußer auf einer Sitzung des Volkswagen-Markenvorstands vom Einbau der Schummel-Software in US-Modellen berichtet haben.

Erst in der vergangenen Woche durchsuchten mehr als hundert Polizisten und Staatsanwälte die Audi-Zentrale in Ingolstadt, das Werk in Neckarsulm, den VW-Konzernsitz in Wolfsburg und sieben weitere Standorte. Insgesamt 47 Personen listet der Durchsuchungsbeschluss namentlich auf.

Indes sitzt ein ehemaliger VW-Manager in den USA weiter in Haft. Auch er soll in den Abgasskandal verstrickt sein. Ein Kautionsantrag wurde abgelehnt. Ihm drohen 169 Jahre Gefängnis.

dpa/SPIEGEL ONLINE

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