02.12.2016  Irische Brüder landen Milliarden-Bewertung

Das ist der jüngste Selfmade-Milliardär der Welt

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John Collison (rechts) ist der jüngste Selfmade-Milliardär der Welt, Bruder Patrick (links) ist ebenfalls unter 30
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John Collison (rechts) ist der jüngste Selfmade-Milliardär der Welt, Bruder Patrick (links) ist ebenfalls unter 30

Ganze zwei Monate trennen die Geburtstage von John Collison und Snapchat-Gründer Evan Spiegel - diese Differenz macht den Iren nun für "Forbes" zum jüngsten Selfmade-Milliardär der Welt.

Der 26-Jährige führt gemeinsam mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Patrick das B2B-Start-up Stripe, das Finanz- und andere Dienste für E-Commerce-Unternehmen anbietet. "Forbes" schätzt, dass beide zusammen etwa 30 Prozent von Stripe halten - dieser Anteil mache sie aktuell zu Milliardären: Capital G, Venture-Tochter der Google-Mutter Alphabet , und General Catalyst Partners hatten jüngst 150 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert. Stripe sei damit 9,2 Milliarden Dollar wert. "Forbes" taxiert das Vermögen der beiden nun auf jeweils 1,1 Milliarden Dollar.

Wie die Grafik von Statista zeigt, haben aktuell nur zwei andere Milliardäre unter 30 ihr Vermögen selbst erwirtschaftet - die Snapchat-Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy:

Die Collisons haben Bilderbuch-Start-up-Karrieren hingelegt: Schon im Teenager-Alter hatten sie ein Computerprogramm entwickelt und für Millionen verkauft, berichten "Welt" und "Forbes"; zugunsten von Stripe hätten sie in bester Zuckerberg-Manier ihr Studium in Harvard (John) beziehungsweise am MIT (Patrick) geschmissen.

Ihr unprätentiöses Auftreten komplettiert das Bild: President John habe im Stripe-Hauptquartier in San Francisco nicht einmal einen Schreibtisch: "Es wäre schön, einen Ort zu haben, wo ich Sachen hinstellen kann", sagte er "Forbes" für eine Titelgeschichte des Magazins: Allerdings würde ein Schreibtisch wohl bald vor "stuff" überquellen, "also ist es wahrscheinlich am besten so."

576 Menschen arbeiten aktuell für das Unternehmen. Neben Alphabet und General Catalyst sind Sequoia Capital, Andreessen Horowitz sowie die PayPal-Grüner Peter Thiel, Max Levchin und Elon Musk investiert. Umsätze verkündet das Unternehmen nicht - bekannte Kunden wie Lyft, Shopify oder Kickstarter sollen allerdings Dutzende Milliarden Dollar mithilfe von Stripe-Diensten verwalten.

Entsprechend hoch werden die Brüder in der Szene geschätzt: "In der Hackordnung des Valley stehen sie ganz oben an der Spitze", zitiert "Forbes" Aaron Levie, als CEO von Box selber einer der großen Spieler der US-Tech-Szene.

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