28.09.2016  Martin Shkreli verlost "punch in the face"

"Amerikas meistgehasster Manager" lässt sich ins Gesicht schlagen - für einen guten Zweck

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Hatte ein wichtiges Medikament über 5000 Prozent teurer gemacht: Martin Shkreli
REUTERS
Hatte ein wichtiges Medikament über 5000 Prozent teurer gemacht: Martin Shkreli

In Amerika gilt Martin Shkreli als Prototyp des gierigen Pharmamanagers. Im vergangenen Jahr hatte er den Preis eines wichtigen Medikaments um 5000 Prozent auf 750 Dollar pro Tablette angehoben - und sich selbst damit zu "Amerikas meistgehasstem Manager" gemacht.

Nun versucht der Ex-Chef des Pharmaherstellers Turing, mit seinem schlechten Ruf Gutes zu tun: Via Twitter sucht Shkreli Spender, um den fünfjährigen Sohn eines jüngst verstorbenen Freundes zu unterstützen - und verspricht einem von ihnen, ihn ins Gesicht schlagen zu dürfen.

Zunächst hatte Shkreli am Montag darum gebeten, ihm Gebote per Twitter-Nachricht zuzusenden. Bis zu einem gewissen Betrag werde er die Spende aus eigener Tasche verdoppeln, fügte er hinzu. Allein am Montag habe jemand 78.000 Dollar geboten.

Mittlerweile bittet Shkreli um Zuwendungen über die Website Giveforward: Jeder Spender erhalte pro eingesandtem Dollar ein Los in einer Tombola, deren Sieger schließlich "Klaps/Schlag/Dinner" mit ihm gewinne:

"Mike war der Architekt meiner Publicity Stunts" twitterte Shkreli, "ich wette, er schaut zu und lächelt." Mike Kulich war laut der "Giveforward"-Kampagne am vergangenen Samstag im Alter von 29 Jahren verstorben. Sein fünfjähriger Sohn Tyler habe erst kürzlich eine dreijährige Leukämietherapie abgeschlossen. Das Geld solle ihm eine Universitätsausbildung sichern.

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