29.11.2018 
Wöhrmann holt zwei Manager von Deutscher Bank zur Fondstochter

Neuer DWS-Chef greift im Führungsteam durch

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DWS-Chef Asoka Wöhrmann (Bild Archiv) holt zwei Manager seines Vertrauens von der Deutschen Bank in sein Führungsteam
DWS-Chef Asoka Wöhrmann (Bild Archiv) holt zwei Manager seines Vertrauens von der Deutschen Bank in sein Führungsteam

Asoka Wöhrmann, seit einem Monat Chef der Deutschen-Bank-Fondstochter DWS, baut sein Führungsteam um. Er holt dafür zwei Manager von der Muttergesellschaft: Mark Cullen (63) und Dirk Goergen (37). Der Aufsichtsrat der DWS hat dies in seiner Sitzung an diesem Mittwoch abgesegnet.

Mark Cullen und Wöhrmann kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei der Fondsgesellschaft. Cullen war dort bis 2012 für das operative Geschäft verantwortlich und wechselte dann zur Deutschen Bank. Dort war er zuletzt Chef der Revision. Jetzt übernimmt er wieder seinen alten Posten bei der DWS und wird Chief Operating Officer. Dafür muss der bisher dafür zuständige Jon Eilbeck seinen Hut nehmen. Er galt als durchsetzungsschwach und hat es nicht hinbekommen, die Kosten des Unternehmens zu senken.

Auch Dirk Goergen kommt von der Deutschen Bank. Wöhrmann und er haben beim Umbau der Privatkundensparte des Geldhauses zusammengearbeitet. Goergen war bis zu seinem Einstieg bei der Deutschen Bank 2016 bei der Beratungsgesellschaft Bain. Bei der DWS wird er als Vertriebschef für Europa zuständig sein und ersetzt dort Thorsten Michalik.

Die DWS kämpft mit Problemen an allen Fronten. Dem Unternehmen machen massive Mittelabflüsse zu schaffen, eine schwache Fondsperformance, Schwierigkeiten im Vertrieb sowie hohe Kosten - vor allem in den USA. Der Mutterkonzern Deutsche Bank hat daher Ende Oktober entschieden, sich von dem damaligen DWS-Chef Nicolas Moreau zu trennen und Wöhrmann auf den Posten zu holen. Er war lange Zeit Chefanlagestratege bei der Fondsgesellschaft.

Zu einer seiner ersten Entscheidungen an der DWS-Spitze gehörte es, den geplanten Abgang von Tim Albrecht, Star-Investor für deutsche Aktien, zu stoppen. Er wollte eigentlich zur Berenberg Bank wechseln und dort Anfang 2019 loslegen, doch Wöhrmann konnte ihn davon überzeugen, zu bleiben.

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