04.04.2018 
Tech-Riesen auf Talfahrt

Warum Aktien von Facebook, Tesla und Amazon wirklich fallen

Von
[M] Getty Images

Die Kurseinbrüche an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq beherrschen seit Tagen die Finanzmedien. Innerhalb weniger Wochen verloren die zuvor so hoch gehandelten Technologiekonzerne aus den USA viele Milliarden Dollar an Börsenwert: Die Aktie des Elektroautobauers Tesla etwa fiel seit Mitte März um 23 Prozent. Mit dem Papier von Facebook ging es im gleichen Zeitraum um rund 16 Prozent abwärts.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei weiteren Branchengrößen: Amazon notiert inzwischen 13 Prozent niedriger als noch vor rund drei Wochen. Das gleiche gilt für die Google-Mutter Alphabet .

Die genannten Unternehmen büßten damit an der Börse deutlich stärker ein als der Gesamtmarkt, mit dem es, gemessen am Index Nasdaq Composite , im gleichen Zeitraum um etwa 9 Prozent abwärts ging. In dieser Größenordnung bewegen sich übrigens auch die Kursverluste des iPhone-Bauers Apple .

Die Frage ist also: Weshalb lassen Investoren die Kurse von Firmen wie Tesla, Facebook sowie Amazon im Vergleich zum Rest der Tech-Börse so viel stärker einknicken?

Einige Antworten scheinen schnell gefunden: Bei Tesla kamen zuletzt einmal mehr Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Selbstfahr-Technologie des Konzerns auf. Zudem sorgte Firmenchef Elon Musk mit einem Aprilscherz für Schlagzeilen, in dem er spaßeshalber den Konkurs seines Unternehmens verkündet hatte. Teslas jüngste Produktionszahlen dürften ebenfalls nicht jeden Beobachter überzeugt haben.

Bei Facebook gilt der Datenskandal im Zusammenhang mit der britischen Firma Cambridge Analytica als Ursache für Kursverluste. Und Amazon befindet sich seit Tagen unter Dauerfeuer von Seiten des US-Präsidenten Donald Trump, der den Online-Handelskonzern per Twitter aufgrund seiner angeblich zu niedrigen Steuerzahlungen kritisiert.

Aber sind dies alles wirklich ausreichende Gründe für derart massive Kursverluste? Zweifel scheinen angebracht. Wer sich beispielsweise den Tweet anschaut, mit dem Tesla-Chef Musk zum 1. April scherzhaft den Konkurs seines Unternehmens verkündete, dürfte kaum ernsthaft glauben, dass dadurch tatsächlich der Aktienkurs bewegt wurde.

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