10.04.2018 
US-Sanktionen treffen Rusal

Aluminium-Tycoon Deripaska verliert ein Vermögen

Oleg Deripaska: Dem russischen Oligarchen gehört die Mehrheit an dem Aluminiumhersteller Rusal
REUTERS
Oleg Deripaska: Dem russischen Oligarchen gehört die Mehrheit an dem Aluminiumhersteller Rusal

Der Kursrutsch beim Aluminiumhersteller Rusal nach der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen Russland hat sich zu Wochenbeginn verschärft. Die Aktien des russischen Branchenriesen fielen am Montag in der Spitze um knapp 47 Prozent auf ein Rekordtief von 15,04 Rubel. Zuletzt erholten sich die Papiere wieder und reduzierten ihr Minus auf knapp 18 Prozent.

Zuvor hatte Rusal mitgeteilt, dass sich die US-Sanktionen negativ auf das Geschäft auswirken könnten. Der Konzern nimmt an, sie könnten dazu führen, dass die Firmengruppe bestimmten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Bislang erfülle Rusal aber seine Verpflichtungen, berichtete die Agentur Ria Nowosti.

Die am Freitag verhängten Sanktionen richten sich gegen sieben Oligarchen und zwölf ihrer Firmen, deren Vermögen in den USA eingefroren wurden. Zu den Betroffenen zählen der Aluminium-Tycoon Oleg Deripaska, dem auch Rusal gehört, sowie der Abgeordnete Suleiman Kerimow, dessen Familie den größten russischen Goldproduzenten Polyus kontrolliert.

Die Polyus-Aktien notierten 1,1 Prozent im Minus. Bereits am Freitag hatten Rusal-Papiere 17,7 und Polyus-Titel 3,1 Prozent verloren.

Die US-Regierung hatte bereits Mitte März Strafmaßnahmen verhängt. US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland sich in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit Hackerangriffen und Propaganda eingemischt hat. Dies habe später zum Ziel gehabt, die Wahl zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen. Russland bestreitet die Vorwürfe.

mg/rtr/dpa-afx

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