24.04.2018 
Tempolimit für Aktiengesellschaften

Silicon-Valley-Stars planen eine Anti-Börse

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Die US-Börsenaufsicht SEC hat derzeit Briefe mehrerer prominenter Silicon-Valley-Investoren zu lesen. Das Wort "myopic", also kurzsichtig, taucht darin immer wieder auf.

Wagniskapitalgeber Marc Andreessen, Ex-Twitter-Chef Dick Costolo und AOL-Mitgründer Steve Case haben sich mit dem Valley-Guru Eric Ries zusammengeschlossen, wie "Bloomberg" berichtet.

Ihr Projekt heißt "Long-Term Stock Exchange" (LTSE) und stellt ein Gegenmodell zur Wall Street dar. Sie alle schreiben der SEC mit der Bitte, die von der LTSE vorgeschlagenen Regeln für den Aktienhandel zu erlauben, um Anreize für langfristiges Investieren in Wachstumsfirmen anstelle des schnellen Auf und Ab an NYSE und Nasdaq zu schaffen.

Ries, bekannt über Bücher wie "The Lean Startup" und Ratgeber, wie Großkonzerne den Geist des Silicon Valley übernehmen können, hat die wichtigsten Kriterien der Anti-Börse erdacht.

Aktionäre, die einem Unternehmen länger verbunden bleiben, sollen mehr Stimmrechte erhalten.

Die Bezahlung der Manager darf nicht von Quartalsergebnissen abhängig gemacht werden.

Registrierte Aktiengesellschaften müssen einen Aufsichtsratsausschuss für langfristiges Wachstum bilden.

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung werden berichtspflichtig.

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