11.10.2018 
Börsenturbulenzen

Autoleasing-Konzern bläst Börsengang ab

Leaseplan geht vorerst nicht an die Börse
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Leaseplan geht vorerst nicht an die Börse

Der Autoleasing-Anbieter und Flottenmanager Leaseplan ist einer der größten in Europa. Jetzt bläst der Konzern den geplanten Börsengang in den Niederlanden ab. Das Börsenumfeld sei einfach zu schwach, heißt es.

Der Autoleasing-Anbieter und Flottenmanager Leaseplan legt seine Pläne für einen Börsengang auf Eis. Seit der Ankündigung vergangene Woche habe sich das Börsenumfeld signifikant verschlechtert, teilte das niederländische Unternehmen am Donnerstag mit.

Ob Leaseplan zu einem späteren Zeitpunkt den Gang auf das Parkett doch noch wagt, sagte eine Konzernsprecherin nicht.

Leaseplan gehört mit einer Flotte von rund 1,8 Millionen Fahrzeugen - davon 500.000, die das Unternehmen nur managt - zu den größten Anbietern in Europa.

Börse Amsterdam: Hier wollte Leaseplan notiert werden, hat nun aber den Börsengang abgesagt
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Börse Amsterdam: Hier wollte Leaseplan notiert werden, hat nun aber den Börsengang abgesagt

Erst am 4. Oktober machte das Unternehmen seine Pläne für eine Emission im Herbst an der Amsterdamer Börse öffentlich. Seitdem gingen die Märkte auf Talfahrt, die sich am späten Mittwoch und frühen Donnerstag verstärkte. Allein der Börsenindex in Amsterdam verlor in der letzten Woche 6 Prozent an Wert.

Leaseplan war vor drei Jahren von Volkswagen und dem Frankfurter Bankier Friedrich von Metzler für 3,7 Milliarden Euro an ein Konsortium aus TDR Capital, mehreren Pensionsfonds, Goldman Sachs und den Staatsfonds von Singapur (GIC) und Abu Dhabi (ADIA) verkauft worden. Neben dem Leasing und Flottenmanagement baut sich Leaseplan den Handel mit Gebrauchtwagen - vor allem den zurückgegebenen Leasingwagen - im Internet als zweites Standbein auf.

rei/Reuters

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