16.02.2018 
Preissteigerungs- und Zinsangst

So gelingt der Inflationsschutz fürs Vermögen

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Was tun bei steigenden Preisen? Auch Geldanleger stehen mitunter vor diesem Problem.
DPA
Was tun bei steigenden Preisen? Auch Geldanleger stehen mitunter vor diesem Problem.

Steigende Inflationsraten in den USA haben am Aktienmarkt Turbulenzen ausgelöst. So stellt sich erneut die Frage: Wie können Anleger ihr Vermögen vor Geldentwertung schützen?

Unruhige Zeiten an den Aktienmärkten, seit Tagen geht es mit den wichtigen Indizes weltweit heftig auf und ab. Als Hauptgrund dafür gilt die Sorge der Investoren vor steigenden Zinsen, die wiederum auf der Beobachtung basiert, dass die gut laufende Konjunktur insbesondere in den USA inzwischen auch die Inflation in Bewegung bringt.

Lange gelang es der US-Wirtschaft robust zu wachsen, ohne dass gleichzeitig signifikante Preissteigerungen zu beobachten gewesen wären - doch das scheint sich nun zu ändern. Erst am Donnerstag dieser Woche machte die Meldung die Runde, der Preisauftrieb auf US-Herstellerebene habe sich zu Beginn des Jahres überraschend verstärkt. So erhöhten sich die Erzeugerpreise im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, so das US-Arbeitsministerium. Analysten hatten nur mit einem Plus von 2,4 Prozent gerechnet.

Eine gute Nachricht - und eine schlechte

Solche Meldungen häufen sich in letzter Zeit. Kommt also tatsächlich die Inflation zurück? Und wie sollten Geldanleger, die sich Sorgen um ihr Erspartes machen, darauf reagieren?

Zunächst die gute Nachricht: Auch wenn die Turbulenzen an den Börsen etwas anderes vermuten lassen können; von einer nennenswerten Geldentwertung sind sowohl die USA als auch die Euro-Zone derzeit noch weit entfernt. In den Vereinigten Staaten erreichen die Inflationszahlen momentan maximal Werte mit einer 2 vor dem Komma, in der Euro-Zone liegen sie noch deutlich darunter. Das sind womöglich Preissteigerungen, über die sich Notenbanker den Kopf zerbrechen, und zwar insbesondere, wenn sie, wie zuletzt der Fall, die Finanzmärkte jahrelang mit extrem billigem Geld überflutet haben. Bei privaten Geldanlegern aber müssen angesichts solcher Inflationswerte noch längst keine Sorgenfalten auf der Stirn entstehen.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Die schlechte Nachricht lautet allerdings: Sollte jemanden dennoch das Gefühl beschleichen, er müsse sein Vermögensdepot auf eine anziehende Inflation ausrichten, dann steht er insbesondere in der aktuellen Lage an den Finanz- und Kapitalanlagemärkten vor keiner leichten Aufgabe. Zwar nennen Investmentexperten auf Nachfrage gleich ein ganzes Bündel an Vermögensanlagen, die sich angeblich als Schutz gegen Geldentwertung eignen. Bei den meisten davon sind jedoch verschiedene Einschränkungen und andere Haken und Ösen zu beachten, wie die folgende Übersicht zeigt:

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