29.01.2019 
Brexit, US-Handelsstreit, Venezuela

Weltweite Krisen treiben Goldpreis auf Neunmonatshoch

Goldbarren: Das Edelmetall wird in Krisenzeiten immer wieder verstärkt nachgefragt
DPA
Goldbarren: Das Edelmetall wird in Krisenzeiten immer wieder verstärkt nachgefragt

Die Krisenwährung Gold ist am Dienstag heiß begehrt. Am Vormittag stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) des Edelmetalls bis auf 1309 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Juni 2018. Seit vergangenen Sommer hat Gold um fast 150 Dollar oder etwa 12 Prozent zugelegt.

Fachleute begründen die Goldstärke vor allem mit zwei Faktoren. Zum einen ist die ohnehin hohe Unsicherheit wegen politischer Entwicklungen zuletzt nochmals gestiegen. Allein in dieser Woche stehen mit einer entscheidenden Brexit-Abstimmung im britischen Parlament und neuen Verhandlungen im US-chinesischen Handelskonflikt zwei wichtige Ereignisse an. Hinzu kommt die politische Krise in Venezuela und der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem chinesischen Telekom-Riesen Huawei.

Als zweiter goldstützender Faktor sind Entwicklungen an den Finanzmärkten zu nennen. So hat sich der amerikanische Dollar der letzten Zeit tendenziell abgeschwächt. Dies macht Gold, das in der US-Währung gehandelt wird, für viele Interessenten eher günstiger, was wiederum die Goldnachfrage belebt.


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Profitieren kann Gold auch von abnehmenden Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed. So wird angenommen, dass die Fed an diesem Mittwoch nach ihrer Zinsentscheidung eine abwartende Haltung signalisieren wird. Als Hauptgrund gilt die schwächelnde Weltkonjunktur.

mg/dpa-afx

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