25.09.2018 
Wissenschaftler analysieren Zins-Entscheide in USA

So können Anleger mit der US-Notenbank Geld verdienen

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Worte, die bares Geld wert sein können: Fed-Chef Jerome Powell erläutert regelmäßig die Zinsentscheidungen seines Hauses.
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Worte, die bares Geld wert sein können: Fed-Chef Jerome Powell erläutert regelmäßig die Zinsentscheidungen seines Hauses.

Am Mittwoch ist es wieder so weit: Die Köpfe der US-Notenbank Fed kommen zusammen, um über ihre Zinspolitik zu entscheiden. Erwartet wird allgemein, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) den Leitzins ein weiteres Mal anheben wird. Es wäre bereits der dritte Zinsschritt in den USA in diesem Jahr und der achte seit Beginn des aktuellen Zyklus Ende 2015.

"Angesichts des anhaltend starken Konjunkturtrends ist die dritte Leitzinsanhebung in diesem Jahr eher eine Formsache", sagt etwa Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Auch Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners ist sich sicher: "Eine Zinserhöhung gilt als ausgemacht."

So viel also zur Erwartungshaltung - doch was, wenn es anders kommt? Dann können Anleger, die schnell reagieren und sich richtig positionieren, bares Geld verdienen. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie, die zwei Professoren der University of Chicago Booth School of Business sowie der University of Notre Dame im US-Staat Indiana durchgeführt haben.

Dass die Börse angesichts unerwarteter Neuigkeiten kurzfristig heftig ausschlagen kann, ist allgemein bekannt. Die Wissenschaftler aus den USA haben nun aber festgestellt: Im Falle der Notenbankpolitik lösen Überraschungen regelmäßig erkennbare Bewegungsmuster bei den Aktienkursen aus, die bereits mehr als drei Wochen vor dem Stichtag des Zinsentscheids beginnen, und die - für die meisten Investoren besonders wichtig - noch gut zwei Wochen danach andauern.

Um das zu erkennen, haben die Wissenschaftler Endscheidungen der Fed aus den Jahren 1994 bis 2009 unter die Lupe genommen - und die Bewegungen, die in deren Umfeld an den Aktienmärkten zu beobachten waren. Ergebnis: Interessant wird es vor allem, wenn die US-Notenbank nicht tut, was der Markt erwartet.

Dabei muss grundsätzlich zwischen zwei Fällen unterschieden werden. Erstens: Die Fed kann die Märkte positiv überraschen, indem sie den Zins weniger stark anhebt als allgemein erwartet. Und zweitens: Sie kann die Märkte negativ überraschen, indem sie den Zins stärker anhebt.

Die Aktienkurse bewegten sich "vorhersagbar vor und nach beiden Arten von Überraschungen", so das Resultat der Analyse, die manager magazin online vorliegt. Demnach begannen die Kurse 25 Tage vor einer positiven Überraschung zu steigen. Bei negativen Überraschungen gab es im gleichen Zeitraum eine entsprechende Bewegung in die andere Richtung.

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